20.02.2013 10:07
Bewerten
 (0)

Japan-Premier rudert zurück - doch keine Käufe ausländischer Anleihen

Ausländische Staatsanleihen: Japan-Premier rudert zurück - doch keine Käufe ausländischer Anleihen | Nachricht | finanzen.net
Ausländische Staatsanleihen

Japans Regierung vollzieht die Kehrtwende: Wie Premierminister Shinzo Abe vor dem Parlament erklärte, werde die Regierung wohl Abstand von ihrem Vorhaben nehmen, ausländische Staatsanleihen zu kaufen.

"Wir hatten im vergangenen November beschlossen, das in Erwägung zu ziehen. Die Notwendigkeit wird grundsätzlich entfallen, wenn wir im März einen neuen Notenbankchef und seine Stellvertreter haben." Noch am Montag hatte Abe im Parlament die Möglichkeit genannt, in Staatsanleihen anderer Länder zu investieren.

    Der Kauf ausländischer Staatsanleihen kann einer direkten Intervention am Devisenmarkt gleichkommen, weswegen das Instrument in der gegenwärtigen Lage politisch brisant ist. Japan steht unter Verdacht, mit seiner lockeren Geldpolitik nicht nur gegen Deflation und Rezession anzukämpfen, sondern zugleich den Yen schwächen zu wollen, um seinen Exporteuren Vorteile zu verschaffen. Die G20 hatten es am vergangenen Wochenende zwar vermieden, Japan offen zu kritisieren. Allerdings sprachen sich die zwanzig größten Industrie- und Schwellenländer gegen Wechselkursabwertungen aus, die allein der Erlangung von Wettbewerbsvorteilen dienen. Eingriffe am Devisenmarkt dürften zu kompetitiven Abwertungen zählen.

Für Verwirrung hatte bereits am Dienstag Finanzminister Taro Aso gesorgt, indem er Abes Äußerungen vom Wochenbeginn widersprach. "Wir haben nicht vor, ausländische Staatsanleihen zu kaufen", sagte Aso vor Journalisten. Außerdem plane die Regierung auch keine schnelle Änderung des Notenbankgesetzes. Abe hatte indes einen Tag zuvor gesagt, eine Gesetzesänderung sei nicht vom Tisch. Die Bank of Japan ist zwar formell unabhängig. Die neue Regierung übt jedoch starken Druck aus und droht, die Unabhängigkeit durch Gesetzesänderungen zu beschneiden.

    TOKIO/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/si-ki, Jim Barber / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Dow im Feiertag -- Neue Dokumente belasten Winterkorn im VW-Abgasskandal -- Trump droht deutschen Autobauern mit hohen Strafzöllen -- Samsung, HUGO BOSS im Fokus

IWF hebt Wachstumsprognose für China an - Schwellenländer im Trump-Fokus. Schäuble sieht Griechenland-Programm ohne Beteiligung des IWF am Ende. So viel kostet es Neukunden jetzt, ihren Tesla aufzuladen. Oxfam: Buffett, Gates, Bezos und Co. besitzen so viel wie gesamte ärmere Hälfte der Menschheit.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BMW AG 519000
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
Commerzbank CBK100
Allianz 840400
Apple Inc. 865985
Deutsche Telekom AG 555750
HUGO BOSS AG A1PHFF
Nordex AG A0D655
Bayer BAY001
Siemens AG 723610
Deutsche Lufthansa AG 823212