19.11.2012 18:00
Bewerten
 (0)

Unternehmensanleihe: Alpine kämpft ums Überleben

Der österreichische Baukonzern Alpine ist in akuter Finanznot
Bauwert in Finanznot
Der österreichische Baukonzern Alpine ist in akuter Finanznot. Die Kurse der Bonds sind stark gefallen. Nun bereiten Anleger eine Sammelklage vor.
€uro am Sonntag

von Marc Hofmann, Euro am Sonntag

Als der Baukonzern Alpine im Mai eine Anleihe begab, warnte €uro am Sonntag vor den Risiken des Papiers. Explizit bemängelten wir damals die geringe Ertragskraft sowie die hohe Verschuldung des Konzerns. Heute, knapp sechs Monate später, sind die Probleme der Österreicher eskaliert: Alpine ist in akuter Finanznot.

Der 15.000-Mitarbeiter-Konzern hat sich mit Bauprojekten in Polen und Griechenland verhoben. Nun droht ein Jahresverlust von bis zu 260 Millionen Euro. Zu viel für das angeschlagene Unternehmen. Denn die Kassen sind leer und die Kreditrahmen ausgereizt.

Die Nachricht von der prekären Lage der Salzburger hat zu heftigen Verlusten bei den drei ausstehenden Anleihen geführt. Zeitweise fielen die Kurse auf unter 50 Prozent des Nennwerts. Auch die Banken zeigten sich besorgt und beriefen einen Krisengipfel ein. Ergebnis: Die Institute, mit rund 600 Millionen Euro die größte Gläubigergruppe, einigten sich auf ein Stillhalteabkommen. Bis Februar 2013 werden keine Kredite fällig gestellt. Alpine erhält so Zeit, um Geld zu beschaffen. Derzeit gilt als wahrscheinlich, dass FCC, der spanische Mutterkonzern von Alpine, einspringen wird. Ob dies genügt, ist allerdings unklar.

Die Gläubiger des im Mai emittierten Bonds sind daher weniger geduldig. Sie bereiten mit dem Prozessfinanzierer Advofin (www.advofin.at) bereits eine Sammelklage vor. Ihr Argument: Alpine verschwieg, dass der Kreditversicherer Prisma die Deckungssumme für den Konzern vor der Bondemission abgesenkt hatte. Wäre dies bekannt gewesen, so die Anleger, hätte das auf eine Verschlechterung der Finanzlage hin­gedeutet. Beobachter räumen der Klage gute Erfolgsaussichten ein.

Bildquellen: istock/Talaj

Nachrichten zu Fomento de Construcciones y Contratas SA FCC

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv

Analysen zu Fomento de Construcciones y Contratas SA FCC

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.10.2012Fomento de Construcciones y Contratas sellCheuvreux SA
17.05.2012Fomento de Construcciones y Contratas buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.01.2005FCC: NeutralJP Morgan
10.01.2005Update FCC: NeutralUBS
17.05.2012Fomento de Construcciones y Contratas buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.01.2005FCC: NeutralJP Morgan
10.01.2005Update FCC: NeutralUBS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Fomento de Construcciones y Contratas SA FCC nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen

Heute im Fokus

DAX stabil erwartet -- Asiens Börsen mehrheitlich im Minus -- Google wehrt Urheberrechtsklage von Oracle zu Android ab -- VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik

Facebook und Microsoft planen Internet-Kabel zwischen Europa und USA. Zwei weitere Spitzekräfte verlassen Kurznachrichtendienst Twitter. Philips streicht mit Börsengang der Lichtsparte 750 Millionen Euro ein. Kreise: Auktion für Bundesliga-TV-Rechte startet Montag.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?