DAX8.352-2,1%  Dow15.295-0,1%  Euro1,2915-0,1% 
ESt502.777-2,1%  Nas3.459-0,1%  Öl102,50,0% 
TDax961,0-1,5%  Nikkei14.9553,3%  Gold1.391-0,0% 

19.06.2012 11:05

Senden
BEDROHLICHES ZINSNIVEAU

Geldmarktauktion - Spanien gerät weiter unter Druck


Der Druck auf Spanien nimmt von Tag zu Tag weiter zu: Bei einer Auktion von Geldmarktpapieren konnte das große Euro-Sorgenkind zwar wie geplant drei Milliarden Euro einsammeln, allerdings zu einem hohen Preis.

Das Zinsniveau hat selbst im kurzen Laufzeitbereich eine bedrohliche Höhe erreicht. Am Donnerstag will Madrid bis zu fünfjährige Anleihen anbieten. Langfristige Emissionen sind angesichts der rekordhohen mehr als 7-prozentigen Sekundärmarktrendite für richtungsweisende Zehnjahrespapiere derzeit kaum zu erträglichen Bedingungen zu verkaufen.

  Um sich für lediglich 12 und 18 Monate Geld bei Investoren zu borgen, musste Spanien Zinsen in Höhe von 5,074 und 5,107 Prozent bieten. Im Mai waren es noch 2,9 und 3,3 Prozent gewesen. Die Nachfrage nach den Papieren war zwar groß, dennoch dürfte die Mittelaufnahme zu diesen Konditionen für Spanien kaum lange durchzuhalten sein.

    Neue Schreckensmeldungen kommen zudem aus dem spanischen Bankensektor: Die faulen Kredite in den Büchern der Geldhäuser sind auf den höchsten Stand seit 1994 gestiegen, wie aus Daten der spanischen Zentralbank vom Montag hervorgeht. Im April kletterte der Anteil der Kredite in Zahlungsverzug von 8,32 auf 8,72 Prozent. Das entspricht einer Summe von etwa 152 Milliarden Euro.

 Spanische Medien berichteten am Morgen zudem, dass die mit der Prüfung der spanischen Banken beauftragten Unternehmen Oliver Wyman und Roland Berger einen Mittelbedarf von bis zu 150 Milliarden Euro ausmachen könnten. Das wäre deutlich mehr als die angekündigten 100 Milliarden Euro schweren Bankenhilfen für Spanien aus den europäischen Rettungstöpfen.

 MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/Jaap Hart

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen