31.08.2012 08:34

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BLICK NACH JACKSON HOLE

Deutsche Anleihen kaum verändert


Am Markt für deutsche Staatsanleihen haben die Kurse am Freitag vor einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke kaum verändert eröffnet.

Der für den Markt deutscher Staatsanleihen richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg in den ersten Handelsminuten um 0,02 Prozent auf 144,18 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,317 Prozent.

    "Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Ben Bernanke", sagte der Anleihen-Experte Dirk Gojny von der Essener National-Bank. Seiner Einschätzung nach warten alle gespannt darauf, ob es Hinweise für ein neues Kaufprogramm für Anleihen geben wird. Eine solche Maßnahme könnte die US-Wirtschaft wieder stärker in Schwung bringen. Für Experte Gojny steht außer Frage, dass Bernanke etwas zum Thema möglicher neuer Anleihekäufe sagen wird. "Er wird sich der Erwartungshaltung der Marktakteure nämlich nicht entziehen."

    Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) könnte Bernanke wie vor zwei Jahren das Symposium in Jackson Hole nutzen, um eine Ausweitung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank anzukündigen. Laut Umlauf haben die Spekulationen hierüber seit dem letzten Sitzungsprotokoll der amerikanischen Notenbank zugenommen. Viele Ratsmitglieder hatten sich für eine "ziemlich bald" erfolgende zusätzliche Lockerung der Geldpolitik ausgesprochen.

  Zuletzt hatten aber auch zahlreiche Experten die Einschätzung vertreten, dass es in Jackson Hole wohl keine neuen Hinweise auf ein neues Anleihekaufprogramm der US-Notenbank geben wird. Es war mehrfach von einem "Enttäuschungspotential" für die Finanzmärkte die Rede. Als Begründung für ihre Einschätzung wurde eine Reihe von zuletzt positiven Konjunkturdaten aus den USA angefügt. Vor allem auf dem Immobilienmarkt hatten sich zuletzt vermehrt Anzeichen einer Besserung der Lage gezeigt.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: AR Pictures / Shutterstock.com

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