13.11.2012 12:00
Bewerten
 (4)

Türkei: Zurück im Klub

Bonds vom Bosporus: Türkei: Zurück im Klub | Nachricht | finanzen.net
Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität der Türkei heraufgestuft
Bonds vom Bosporus
Die Ratingagentur Fitch stuft die Staatspapiere der Türkei nicht mehr als hochspekulativ ein. Dies treibt den Kurs der Türkischen Lira.
€uro am Sonntag
von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Nach 18 Jahren ist es wieder so weit: Türkische Staatsanleihen gelten nicht mehr als Ramschanlage. Anfang vergangener Woche stufte die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote für lang laufende Papiere in ausländischer Währung auf „BBB-“ und für Bonds in heimischer Währung auf „BBB“ herauf. Damit rücken die Anleihen in den Investment-Grade-Status, das heißt, eine Investition in diese Papiere gilt zumindest bei Fitch nicht länger als hochspekulativ, wie es seit der He­rabstufung nach der schweren Wirtschaftskrise von 1994 der Fall war.

Der Aufstieg im Rating spiegelt die erfolgreichen wirtschaftlichen Reformen des Landes wider. Fitch begründete seine Entscheidung zudem mit dem stabilen Bankensystem und der sinkenden Verschuldung der Türkei, die bei rund 37 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. Insgesamt ist das Land heute deutlich weniger anfällig für externe wirtschaftliche Schocks als noch vor wenigen Jahren. Bei vielen Investoren gilt die Türkei mittlerweile als „sicherer Hafen“ in einer ansonsten krisengeplagten Region.

Nach der Heraufstufung durch Fitch rechnen Experten damit, dass auch die beiden anderen großen Ratingagenturen, Standard & Poor’s und Moody’s, die Türkei über kurz oder lang in den Investment-Grade-Klub aufnehmen. Das würde die Finanzierungskosten für Staat, Banken und Unternehmen nochmals senken. Denn eine größere Schicht internationaler Anleger könnte dann in der Türkei investieren. „Viele Pensionsfonds verlangen Investment-Grade von mindestens zwei Ratingagenturen“, erklärt Gregor Holek, Schwellenländerexperte bei Raiffeisen Capital in Wien.

Bereits der jüngste Schritt von Fitch ließ die Zinsen für türkische Staatsanleihen auf ein Rekordtief fallen und die Währung weiter aufwerten. Dennoch sind noch längst nicht alle Gefahren für die Wirtschaft des Landes beseitigt.

Nach wie vor kämpft die Türkei mit einem großen Leistungsbilanzdefizit, und bei starken Ölpreisanstiegen ist das Land verwundbar. Die Zeit der hohen Inflationsraten ist jedoch vorbei. In diesem Jahr wird ein Wert von sieben Prozent erwartet — wenig für türkische Verhältnisse. Das gibt der Notenbank zunehmend Raum, statt Inflationsbekämpfung das Wachstum zu fördern und die Zinsen weiter zu senken.

Bildquellen: istock/majaiva

Heute im Fokus

DAX schließt trotz Brexit-Antrag im Plus -- Dow Jones endet im Minus -- Deutsche Bank zu US-Millionenstrafe verurteilt -- Daimler erwartet Rekordquartal -- Grammer, AURELIUS, Tesla im Fokus

Bayer leitet wohl Verkauf von Spartenteilen wegen Monsanto ein. Samsung präsentiert sein neues Top-Modell Galaxy S8. Wells Fargo zahlt 110 Millionen Dollar in Scheinkonten-Affäre. Bankentitel nach Bericht über Kurs der EZB im Fokus. UBS-Analyst: Nur unter diesen Bedingungen kann die Apple-Aktie auf 200 Dollar steigen. SolarWorld verspricht bis 2019 wieder schwarze Zahlen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Scout24 AGA12DM8
Siemens AG723610
BMW AG519000