24.07.2012 08:36
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen: Kursverluste trotz Moody's-Warnung an Deutschland

Bund-Future fällt
Am deutschen Markt für Staatsanleihen sind die Kurse am Dienstag trotz der Senkung des Ausblicks der deutschen Kreditwürdigkeit durch die US-Ratingagentur Moody's gesunken.
Gute Konjunkturdaten aus China hätten die Euro-Schuldenkrise vorerst etwas aus dem Fokus gedrängt und die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen unter leichten Verkaufsdruck gesetzt, hieß es von Händlern. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,10 Prozent auf 145,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwei Basispunkte auf 1,19 Prozent.

    In China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im Juli aufgehellt und erreichte den höchsten Wert seit fünf Monaten. Trotz des etwas schwächeren Handelsauftakts am deutschen Rentenmarkt bleibt die Euro-Schuldenkrise allerdings das alles beherrschende Thema und Experten der Privatbank HSBC Trinkaus wollten einen weiteren Anstieg der Kurse und ein neues Rekordhoch beim Bund-Future nicht ausschließen.

    Im weiteren Handelsverlauf dürfte ein "Datenfeuerwerk aus dem Euroraum" das Interesse der Investoren auf sich ziehen, hieß es in einer Einschätzung der National-Bank aus Essen. Auf dem Programm stehen am Vormittag unter anderem Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager, die "allesamt auf eine weitere konjunkturelle Abkühlung der wirtschaftlichen Aktivität hindeuten werden".

FRANKFURT (dpa-AFX) -

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street geschlossen -- Deutsche Bank dampft Handel mit Gold und Silber ein -- Aufspaltungsforderung - Was Europa von Google will -- Infineon, BASF, Amazon, Google im Fokus

Juncker will keine Strafen für EU-Haushaltssünder. Berlin und Paris für stärkere Regulierung von Internetfirmen. Bundesregierung schließt Anti-Spionage-Vertrag mit Blackberry. Opec befeuert Ölpreisverfall. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Infineon leidet unter herausforderndem Marktumfeld. E.ON verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro. Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt. Draghi: EZB zu weiteren Maßnahmen bereit.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige