30.01.2013 11:57
Bewerten
 (0)

Bund muss höhere Zinsen für 30-jährige Schulden zahlen

Bundesanleihen
Deutschland muss den Investoren für sehr langlaufende Schulden mehr Zins bieten als noch vor drei Monaten.
Bei einer Aufstockung dreißigjähriger Staatsanleihen lag die durchschnittliche Rendite bei 2,45 Prozent, wie die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Bei einer vergleichbaren Auktion Ende Oktober vergangenen Jahres hatte der Zinssatz bei 2,34 Prozent gelegen. Bis zuletzt hat sich die Euro-Schuldenkrise spürbar entspannt. Die Anleger machen zunehmend einen Bogen um die als besonders sicher geltenden deutschen Staatsanleihen.

     Auch im freien Handel, am sogenannten Sekundärmarkt, sind die Renditen für Bundesanleihen zuletzt gestiegen und haben sich deutlich von ihren Rekordtiefs entfernt. Ausschlaggebend für die Entspannung in der Krise ist die Zusicherung der Europäischen Zentralbank (EZB), alles für den Erhalt des Euro tun zu wollen. Dies hatte zu einer Beruhigung in der Schuldenkrise geführt, weswegen "sichere Häfen" nicht mehr ganz so stark gefragt sind.

   Unmittelbar nahm der Bund mit der Auktion zur Wochenmitte rund 1,64 Milliarden Euro auf. Der Differenzbetrag zur geplanten Aufstockung von zwei Milliarden Euro wurde einbehalten, um ihn später im freien Handel platzieren zu können. Die Nachfrage war schwächer als im Oktober: Insgesamt erhielt der Bund Gebote über 2,94 Milliarden Euro. Bezogen auf die Schuldenaufnahme ergibt sich eine Überzeichnungsquote von 1,8. Vor drei Monaten hatte sie bei 2,7 gelegen. Durch die Aufstockung erhöht sich das Gesamtvolumen der Emission auf zehn Milliarden Euro.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Rostislav Ageev / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Zalando erwartet ersten operativen Gewinn -- HP mit weniger Umsatz und Gewinn -- Apple auf Rekordwert -- Twitter will angeblich von Justin Bieber unterstütztes Start-up kaufen

Nordex erhält Auftrag aus den USA. Saudi-Arabien weiter gegen geringere Ölförderung. Juncker: Mitgliedsländer sollen bei Investitionsfonds mitziehen. Infineon beteiligt sich am Partner Schweizer Electronic. Samsung verkauft Teile des Chemie- und Verteidigungsgeschäfts. Chefwechsel bei Thomas Cook.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige