13.12.2012 10:07
Bewerten
 (1)

DWS Marktausblick 2013

Europa verlässt die Intensivstation, Bewältigung der Finanzkrise wahrscheinlicher, Anleihen der Peripherieländer weiter interessant

Nach Ansicht der DWS hat Europa bei der Bewältigung der Staatsschuldenkrise in diesem Jahr Fortschritte gemacht. Die systemischen Risiken werden sich 2013 weiter reduzieren. Sowohl die ersten positiven Ergebnisse der Anpassungsprozesse in den Krisenländern, als auch die entschiedene Geldpolitik der Europäischen Zentralbank tragen zu einer Aufhellung der Situation bei. "Wir haben das Tief gesehen. Europa verlässt die Intensivstation", urteilt Asoka Wöhrmann, Geschäftsführer und Leiter des Fondsmanagements weltweit bei der DWS. "Sehr anschaulich ist die langsame Gesundung Europas anhand der Leistungsbilanzsalden in den Peripherieländern zu beobachten. Irland erwirtschaftete dieses Jahr einen Überschuss, bei Portugal und Italien könnte es 2013 soweit sein."

"Auch wenn wir Verbesserungen sehen, ist die Staatsschuldenkrise noch lange nicht vorbei", dämpft Wöhrmann den Optimismus. In diesem Umfeld und unter Berücksichtigung der Inflationsrate bleiben die Renditen europäischer Staatsanleihen negativ. "Der versteckte Vermögenstransfer von Sparern zu Schuldnern schreitet somit voran", bemerkt Wöhrmann. Ein Anstieg der Inflation in den Kernmärkten ist nach Ansicht der DWS zwar weiterhin kein Thema, aber durch die niedrige Nominalverzinsung der Anleihen wird die Finanzrepression weiterhin die Anlagestrategien bestimmen. Die Wertentwicklung des vor Jahresfrist von der DWS vorgeschlagenen Finanzrepressionsportfolios hat bei deutlich verringertem systemischem Risiko solide Resultate geliefert. Nach Ansicht von Wöhrmann bieten gerade Aktien in Zeiten der Finanzrepression den besten Inflationsschutz.

Das Fondsmanagement der DWS sieht die Anleihemärkte weiterhin von politischen Entscheidungen dominiert, auch wenn die Sorge um eine Eskalation der Verschuldung aktuell in den Hintergrund getreten ist. "Der Euro-Geldmarkt antizipiert weitere Leitzinssenkungen", bemerkt Stefan Kreuzkamp, der das Rentenfondsmanagement der DWS in Europa leitet. "Die angestrebte Nullzins-Politik der vier großen Zentralbanken lässt die Gefahr negativer Zinsen weiter steigen." Bundesanleihen, für viele Investoren der "Hort der Sicherheit", kosten unter Berücksichtigung der Inflationsrate bereits Geld und bringen somit negative Realrenditen. "Höhere positive Renditen sind nur noch bei Carry-Währungen oder bei Peripherie-Staatsanleihen und Covered Bonds zu erzielen", gibt Kreuzkamp die Anleihen-Anlagestrategie der DWS für 2013 vor. Attraktiv erscheinen insbesondere die Staatsanleihen der Peripherieländer Portugal, Irland, Spanien und Italien aus zwei Gründen: "Erstens sichert das Anleihenkaufprogramm der EZB das Risiko nach unten ab, zweitens wurde der Großteil der wachstumsbremsenden Sparmaßnahmen in diesen Ländern bereits 2012 umgesetzt", begründet Kreuzkamp die Entscheidung. Darüber hinaus wird das Rentenfondsmanagement der DWS in Pfandbriefe oder Covered Bonds investieren. "Dies sind ganz klar die besseren Staatsanleihen", urteilt Kreuzkamp.
----------------------------------------
Soeben erschienen: BOND YEARBOOK 2012/13 -
Das Nachschlagewerk für Anleiheinvestoren und -Emittenten
Renommierte Autoren und Interviewpartner nehmen Stellung zu den Themenfeldern High Yield-Anleihen, Mittelstandsanleihen, Covered Bonds, Investmentstrategien sowie Tax & Legal. Das jährliche Nachschlagewerk erscheint bereits im 4. Jahrgang und hat einen Umfang von 108 Seiten. Die Ausgabe kann zum Preis von 29 Euro beim Verlag bezogen werden:
http://www.fixed-income.org/fileadmin/2012-11/Flyer_Bestellformular_BondBook_12_13.pdf
----------------------------------------



Quelle: fixed-income.org - Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

Heute im Fokus

DAX startet schwächer -- Asiens Börsen mehrheitlich fester -- Zalando erreicht erstmals Umsatzmilliarde im Quartal -- May kündigt laut britischen Medien harten Brexit an -- Beiersdorf im Fokus

Alstom steigert Umsatz im dritten Geschäftsquartal moderat. Eurokurs legt zu. Deutsch-italienischer Streit um Fiat Chrysler spitzt sich zu. Ölpreise geben etwas nach. Schäuble setzt auf freien Handel mit den USA. Italien wohl in Verhandlungen mit EU-Kommission über Staatsdefizit.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
Commerzbank CBK100
BMW AG 519000
BASF BASF11
Apple Inc. 865985
Allianz 840400
HUGO BOSS AG A1PHFF
Deutsche Telekom AG 555750
Nordex AG A0D655
Bayer BAY001
Siemens AG 723610
Deutsche Lufthansa AG 823212