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13.07.2012 11:51

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DAUMEN RUNTER

Auf dem Weg zu Ramsch: Moody's stuft Bonität Italiens um zwei Stufen herab


Die amerikanische Ratingagentur erwartet, dass es für Italien künftig immer teurer werden dürfte sich zu refinanzieren und warnt davor, dass das Land seinen Zugang zum Finanzmarkt völlig verlieren könnte.

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens herabgestuft. Die Bewertung italienischer Staatsanleihen wurde um zwei Stufen von "A3" auf "Baa2" gesenkt. Wie das US-Unternehmen in der Nacht zum Freitag in Frankfurt mitteilte, bleibe der Ausblick für das hoch verschuldete Euro-Land weiter negativ.

Es sei zu erwarten, dass die Kosten für die Refinanzierung der Staatsschulden weiter steigen oder das Land angesichts eines Vertrauensverlustes seien Zugang zum Finanzmarkt verliert, hieß es zur Begründung. Außerdem wurde auf die "Ansteckungsgefahr" Griechenlands und Spaniens verwiesen.

Angesichts einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Entwicklung in Italien, die durch sinkendes Wachstum und steigende Arbeitslosenzahlen deutlich werde, steige auch das Risiko, die Einsparungsziele zu verfehlen. Dies würde sich dann wiederum negativ auf das Vertrauen am Markt und die Möglichkeiten zur Beschaffung frischen Geldes auswirken, hieß es.

Noch am Donnerstag hatte sich Italien zu vergleichsweise günstigen Bedingungen am Geldmarkt refinanziert. Mit einem Papier mit einer Laufzeit von einem Jahr seien 7,5 Milliarden Euro eingenommen worden, teilte das italienische Schatzamt mit. Die zu zahlende Rendite lag bei 2,697 Prozent, nachdem sie am 13. Juni noch bei 3,972 Prozent gelegen hatte.

Mitte der Woche hatte Regierungschef Mario Monti nicht ausschließen wollen, dass Italien doch noch Hilfe durch den Euro-Rettungsschirm benötigen könnte. "Es wäre gewagt zu behaupten, Italien werde diese Unterstützung niemals brauchen", sagte er laut italienischen Medien nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Bis dato hatte er entsprechende Behauptungen stets zurückgewiesen.

FRANKFURT (dpa-AFX) -

AAA-Ratings in Europa: Diese Länder haben noch Top-Bonität

 

Platz 12: Frankreich

Zwar haben S&P und Moody's Frankreich die Spitzenbonität entzogen, das Triple-A-Rating von Fitch kann das Land jedoch behalten - allerdings mit negativem Ausblick. Gründe für die Vergabe der Bestnote sind u.a. die stabile politische und soziale Lage des Landes und die hohe Flexibilität der Finanzierung.

Quelle: Bild: istock/Fotografie K.J. Schraa

Bildquellen: istock/Nadya Lukic

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Kommentare zu diesem Artikel

Grafzahl_stgt schrieb:
13.07.2012 11:16:33

Dummerweise gibt es ein ganzes Heer von Lemmingen, das deren Aussagen blind vertraut ....

Holgison schrieb:
13.07.2012 11:09:37

Solange die die USA nicht auf Ramsch setzen glaube ich denen kein einziges Rating.

roth2000 schrieb:
13.07.2012 10:53:59

Lehmans Brother hatte von Ratingsagenturen die beste Note bekommen, noch an dem Tag wo die Pleite offiziell bekannt wurde.
Die Ratingsagenturen, so wie sie jetzt funktionieren sind nur Martk- und Wirtschaftsmanipulatoren. Eine richtige Schweinerei

Grafzahl_stgt schrieb:
13.07.2012 10:33:51

Es lässt sich ja gut nachvollziehen worin der Sinn eines solchen Ratings besteht. Wenn man aber in Zeiten lebt, in denen man von selbsterfüllenden Prophezeihungen ausgehen kann, sollten die Ratingagenturen mal etwas mehr Feingefühl in ihre Ratings einfliessen lassen .. träum ...

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