-->-->
05.12.2012 12:25
Bewerten
 (0)

Bund verdient abermals Geld mit neuen Schulden

Deutsche Anleihen
Der Bund kann bei der Schuldenaufnahme nach wie vor eine Prämie von Investoren einstreichen.
Eine Aufstockung zweijähriger Schatzanweisungen ergab am Mittwoch eine zu zahlende Rendite von durchschnittlich minus 0,01 Prozent, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Der "Negativzins" bedeutet, dass der Bund nicht nur keine Zinsen für neue Schulden zahlen muss. Vielmehr verdient er bei der Kreditaufnahme unter dem Strich sogar Geld, was sehr ungewöhnlich ist.

   Grund für dieses Phänomen ist die Schuldenkrise und die Suche der Investoren nach sicheren Anlagen. Dies belegt auch die Nachfrage nach den Papieren, die trotz negativer Rendite fast zweimal so hoch war wie das Angebot. An der zu zahlenden Rendite änderte sich im Vergleich zu einer Versteigerung im November nur wenig. Sie stieg geringfügig um 0,01 Punkte. Der Bund nahm unmittelbar rund 3,3 Milliarden Euro auf. Den Restbetrag zum anvisierten Aufstockungsvolumen von vier Milliarden Euro wurde zurückbehalten, um ihn im freien Handel begeben zu können.

   Der Kupon zweijähriger Bundesschatzanweisungen, nach dem sich die laufenden Zinszahlungen richten, liegt schon seit längerem bei null Prozent. Auch dies ist ungewöhnlich, sehen diese Papiere in der Regel doch jährliche Zinszahlungen vor. Wegen des historisch niedrigen Renditeniveaus in Deutschland wurde der Kupon aber stetig reduziert und im Frühjahr auf null Prozent gesetzt./bgf/jsl

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Rostislav Ageev / Shutterstock.com, IH-Images / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->