02.01.2013 12:50

Senden

Deutsche Anleihen: Kurseinbruch nach Kompromiss im US-Haushaltsstreit


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im US-Haushaltsstreit stark gefallen. Händler erklärten den schwachen Jahresauftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 1,01 Prozent auf 144,17 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwölf Basispunkte auf 1,43 Prozent.

 

    Mit dem Kompromiss im US-Haushaltsstreit wird die größte Volkswirtschaft der Welt nach Einschätzung von Volkswirten eine Rezession vermeiden können. Das Jahr 2013 starte mit mehr Risikofreude der Anleger und das belaste die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank. Allerdings sollte der Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die US-Politik noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.

 

    Am Vormittag hatten Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum Auswirkungen auf den Handel am deutschen Rentenmarkt. Dies gilt auch für eine Versteigerung von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren, bei der erstmals seit Oktober wieder minimale Zinsen akzeptiert wurden. Am Nachmittag dürften Daten zur Stimmung von US-Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe das Interesse der Investoren auf sich ziehen./jkr/bgf

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige