13.02.2013 18:45
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen: Kursverluste nach guten Daten aus der Eurozone

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch nach überraschend guten Konjunkturdaten aus der Eurozone gefallen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am späten Nachmittag um 0,31 Prozent auf 142,11 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug um vier Stellen auf 1,67 Prozent. Insgesamt sei die Risikofreude an den Anleihemärkten zur Wochenmitte weiter gestiegen, erklärten Händler die Kursverluste bei den als besonders sicher geltenden Bundesanleihen.

 

    Am späten Vormittag hatte die europäische Statistikbehörde Eurostat einen überraschend starken Dezember-Anstieg der Industrieproduktion in der Eurozone um 0,7 Prozent zum Vormonat gemeldet. Bankvolkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Außerdem sorgte ein deutlicher Rückgang der Renditen für Staatsanleihen aus den Krisenstaaten Spanien, Italien und Portugal ebenfalls für mehr Risikofreude bei Investoren.

 

    Allerdings sah sich Italien am Vormittag bei einer Versteigerung mit steigenden Finanzierungskosten konfrontiert. Wegen steigender politischer Risiken vor den Wahlen wird das Land von Anlegern zuletzt wieder skeptischer betrachtet. Auch bei einer Versteigerung von deutschen Anleihen mit zweijähriger Laufzeit zogen die Renditen an. Deutschland musste mit 0,21 Prozent den höchsten Zins seit März bieten, um sich frisches Geld am Markt zu besorgen./jkr/hbr

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Wall Street uneins -- Air Berlin: Zusammenlegung von Töchtern kein Thema -- Fed-Chefin Yellen bleibt bei Zinserhöhung vage -- Microsoft, RWE, eBay im Fokus

Lufthansa droht Pilotenstreik. Draghi fordert wachstumsfreundlichere Politik. WTO verurteilt Argentiniens Importbeschränkungen. Bundeskartellamt leitet kein Missbrauchsverfahren gegen Google ein. Wirtschaftsprofessor: Mehr Vereine werden BVB folgen. Rocket Internet sichert sich weiteren Aktionär.
Wo wohnt man am teuersten?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese Models verdienten 2014 am meisten

Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige