10.12.2012 18:35
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen: Schwächer - Italien stützt nur vorübergehend

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Regierungskrise in Italien hat die deutschen Staatsanleihen am Montag nur vorübergehend gestützt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum frühen Abend um 0,08 Prozent auf 145,59 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 1,303 Prozent.

 

    "Spekulationen über eine bevorstehende Lösung im US-Haushaltsstreit haben die Risikoneigung gestützt", sagte Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Anfang 2013 droht den USA ein Sparschock durch automatische Budgetkürzungen und Steuererhöhungen, wenn Demokraten und Republikaner sich nicht auf einen Weg zum langfristigen Schuldenabbau einigen. Die "Washington Post" hatte berichtet, dass sich hinter den Kulissen bereits Konturen einer möglichen Einigung abzeichnen.          Die Regierungskrise in Italien hatte bis zum Mittag noch die als sicher geltenden Staatsanleihen gestützt. Nachdem die Partei des Ex-Premiers Silvio Berlusconi Regierungschef Mario Monti am vergangenen Donnerstag die Rückendeckung entzogen hatte, kündigte dieser am Wochenende seinen Rücktritt an. Zudem will Berlusconi selbst ein Comeback versuchen, was zu weiterer Verunsicherung an den Finanzmärkten führte. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen zogen am Montag weiter deutlich an./jsl/jkr

 

Heute im Fokus

DAX geht stabil ins Wochenende -- Wall Street freundlich -- PayPal-Deal mit Visa -- ElringKlinger kassiert Prognose -- Starbucks, Boeing, AMD im Fokus

Teile ehemaliger Bilfinger-Sparte offenbar wieder zum Verkauf. Rekordtransfer: Schürrle-Wechsel zum BVB offiziell. Gewinneinbruch bei American Airlines. GE punktet mit Energie und Luftfahrt. VW-Konzern setzt in Südkorea Verkauf von 79 Modellen aus. Heideldruck-Chef Linzbach verlässt Unternehmen. EZB-Vertreter: Probleme italienischer Banken lösbar.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Die wertvollsten Marken 2016
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?