10.01.2013 12:11

Senden

Deutsche Anleihen: Schwächer nach spanischer Anleiheauktion


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Donnerstag etwas an Boden verloren. Händler nannten eine positiv aufgenommene Anleiheversteigerung in Spanien als Grund. Bis zum Mittag sank der richtungsweisende Euro-Bund-Future um 0,15 Prozent auf 143,37 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zuletzt mit 1,5 Prozent und damit zwei Basispunkte höher als am Mittwoch.

 

    Spanien ist es am Donnerstag problemlos gelungen, eine erste Staatsanleihe mit sogenannten Umschuldungsklauseln (CAC) zu begeben. Zusammen mit der Aufstockung zweier bestehender Anleihen nahm das Land insgesamt 5,8 Milliarden Euro auf, wie die nationale Schuldenagentur in Madrid mitteilte. Das waren 800 Millionen Euro mehr als maximal anvisiert. Die Nachfrage nach den Anleihen mit Fälligkeiten 2015, 2018 und 2026 war hoch. Die Renditen gingen im Vergleich zu vorherigen Auktionen spürbar zurück. Weil im Vorfeld nicht klar war, wie die Anleger auf die neuen Klauseln reagieren werden, war die Versteigerung mit Spannung erwartet worden.

 

    Im weiteren Verlauf rücken wichtige Notenbanken in den Blick. Neben der Europäischen Zentralbank (EZB) wird die Bank of England neue Entscheidungen bekannt geben. Wesentliche Änderungen an der geldpolitischen Haltung werden nicht erwartet. Für großes Interesse dürfte aber die Pressekonferenz der EZB sorgen. Dann wird Notenbankchef Mario Draghi zu aktuellen Fragen Stellung beziehen./bgf/

 

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige