28.01.2013 18:21
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen bleiben unter Druck

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Montag weitere Kursverluste verzeichnet. Die Zeichen an den Finanzmärkten standen zum Wochenauftakt auf Entspannung. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Abend um 0,48 Prozent auf 141,81 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um sechs Stellen auf 1,69 Prozent. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterte erstmals seit April wieder über die Marke von 2,0 Prozent.

 

    Positive Konjunkturdaten aus den USA hoben die Risikofreude der Investoren am Nachmittag. Die Auftragseingänge langlebiger Güter waren in der weltgrößten Volkswirtschaft stärker als erwartet gestiegen. Zudem teilte die Ratingagentur Fitch mit, dass die Gefahr eines Verlusts der Top-Bonität zumindest kurzfristig gebannt sei. Staatsanleihen aus Deutschland und den USA, die als "sichere Häfen" gelten, reagierten mit Kursverlusten.

 

    Auch bei der Versteigerung neuer Schuldverschreibungen muss sich Deutschland auf steigende Zinsen einstellen. Am Vormittag verlangten Investoren zum ersten Mal seit Juni wieder positive Renditen, um dem Bund für zwölf Monate Geld zu leihen. Käufer der Papiere waren zuvor monatelang bereit gewesen, eine Prämie zu bieten, um überschüssige Mittel in deutschen Staatstiteln parken zu können./hbr/he

 

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit Verlust -- Dow Jones im Minus -- Kommt Apples neues iPhone früher als erwartet? -- Ifo-Geschäftsklima sinkt erstmals seit sieben Monaten -- Deutsche Bank im Fokus

US-Anleihen: Überwiegend schwächer nach Verbraucherpreisen und Yellen-Aussagen. Kein Ende der Debatte über Kohleabgabe in Sicht. Wintershall soll Interesse an Öl- und Gasassets in Libyen haben. Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig. Fed-Chefin Yellen hält sich bei Zinswende weiter bedeckt. Bayer-Chef will Staatsgelder für Antibiotika-Forschung. IPO: Niederlande bringen verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse. EnBW will Windenergiefirma Prokon für 550 Millionen Euro übernehmen.
Titans

Diese Städte stellen die attraktivsten Märkte in Europa dar.

Diese Firmen zahlen Amerikas höchste Gehälter

Umfrage

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich für die Abschaffung des Bargelds aus. Was halten Sie von diesem Vorschlag?