FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Mittwoch weitere Kursverluste verzeichnet. Bis zum späten Nachmittag fiel der richtungweisende Euro-Bund-Future um 0,24 Prozent auf 141,47 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf 1,71 Prozent.
Obwohl die Risikofreude an den Finanzmärkten durch überraschend schwache Wachstumszahlen aus den USA gedämpft wurde, blieben die als besonders sicher geltenden deutschen Staatstitel auf den Verkaufslisten. Die heftigen Kursverluste seit Mitte vergangener Woche setzen sich damit fort.
Durch die Entspannung an den Finanzmärkten rechnen immer mehr Experten damit, dass Anleger den Status der Bundespapiere grundsätzlich neu bewerten und Deutschland sich dauerhaft auf steigende Renditen einstellen muss.
Im weiteren Handel richtet sich der Blick in die USA. Am Abend wird die Notenbank Fed ihre Beschlüsse bekanntgeben. "Die Arbeitslosenzahlen bewegen sich hartnäckig über, die Inflation unter dem Zielband der Fed", schreiben die Analysten der Commerzbank. Deshalb sei kaum eine Änderung der ultralockeren geldpolitischen Haltung zu erwarten./hbr/he