03.05.2013 19:16
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen brechen Rekordjagd mit starken Verlusten ab

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben die Handelswoche am Freitag mit starken Verlusten beendet. An einem einzigen Tag wurden die Gewinne seit Wochenbeginn zunichte gemacht. Ausschlaggebend waren positiv aufgenommene Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Abend um 0,69 Prozent auf 146,15 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg deutlich um gut 0,07 Prozentpunkte auf 1,24 Prozent.

    Der deutsche Rentenmarkt hat damit seine Rekordjagd vorerst abgebrochen. Am Donnerstag hatte der Juni-Kontrakt des Bund-Future mit deutlich über 147 Punkten einen Höchststand markiert. Ausschlaggebend waren insbesondere Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi gewesen, der negative Einlagenzinsen - also eine Gebühr auf bei der Notenbank unterhaltene Guthaben - nicht ausgeschlossen hatte.

    Zum Wochenausklang erhielten sichere Anlagen wie deutsche oder US-Staatsanleihen aber einen starken Dämpfer. Der US-Arbeitsmarktbericht für April übertraf nicht nur die Markterwartungen. Auch wurden zunächst enttäuschende Zahlen für März deutlich besser ausgewiesen, als bislang bekannt war. Dies könnte Konsequenzen für die amerikanische Geldpolitik haben: Die Fed hatte erst Mitte der Woche die Möglichkeit einer Ausweitung ihrer milliardenschwerer Anleihekäufe ins Spiel gebracht. Die Wahrscheinlichkeit hierfür dürfte sich mit den neuen Jobdaten verringert haben./bgf/he

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?