20.03.2013 13:08
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Deutsche Anleihen erleiden trotz Zypern-Krise Verluste

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesanleihen haben am Mittwoch trotz einer drohenden Zuspitzung der Krise im kleinen Euroland Zypern schwach tendiert. Händler verwiesen auf die Aktienmärkte, wo die Stimmung überwiegend gut war. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,17 Prozent auf 144,37 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag bei 1,37 Prozent und damit etwa zweieinhalb Basispunkte höher als am Dienstag.

    Im Gegensatz zum Dienstag reagierten die Finanzmärkte am Mittwoch kaum noch verunsichert darauf, dass das zyprische Parlament die Zwangsabgabe auf heimische Bankeinlagen abgelehnt hat. Da die Belastung von Bankkunden eine Voraussetzung für Finanzhilfen seitens der Euro-Partner Zyperns ist, herrscht vorerst Ratlosigkeit. Zypern hofft offenbar auf Hilfe Russlands, von wo ein beträchtlicher Teil der zyprischen Bankguthaben stammt. Die Zeit drängt, denn die Banken Zyperns sind immer noch geschlossen, was für Bürger und Wirtschaft eine immense Belastung darstellt.

    Am Abend dürfte die Aufmerksamkeit, die der Mittelmeerinsel derzeit zukommt, zumindest zeitweise von der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed verdrängt werden. Auf Interesse werden nicht zuletzt neue Prognosen zu Wachstum, Inflation und Arbeitsmarktentwicklung stoßen. Die Fed dürfte ihre sehr lockere Geldpolitik bestätigen. Ihr Vorsitzender Ben Bernanke wird im Anschluss vor die Presse treten./bgf/

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