18.03.2013 14:06
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Deutsche Anleihen gefragt - Ungewissheit über Zypern-Hilfe

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Montag spürbaren Zulauf erhalten. Die Ungewissheit über das angepeilte Zypern-Hilfspaket, zu dem die dortigen Bankkunden einen erheblichen Teil beisteuern sollen, wirkte sich spürbar aus. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,45 Prozent auf 144,03 Punkte. Im Hoch war er bis auf 144,69 Zähler geklettert. Zweijährige Bundesanleihen rentierten erstmals seit längerem - wenn auch nur zeitweise - unter null Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel sechs Stellen auf um 1,39 Prozent.

    Der Beschluss der Euro-Finanzminister vom Wochenende, dass Zypern zur Rettung seines Bankensektors eine Zwangsabgabe auf Bankeinlagen erheben muss, schlug den Investoren sichtlich auf die Stimmung. Sichere Häfen erhielten deutlichen Zulauf. Die Aktienmärkte Europas und Asiens lagen im roten Bereich. Bankvolkswirte kommentierten, die Gefahr, dass mit dem Eingriff ein neuer Präzedenzfall mit Ansteckungsrisiken geschaffen werde, sei nicht unerheblich. Die Ratingagentur Moody's warnte, die Kapitalflucht aus anderen Krisenländern könne wieder zunehmen.

    Unterdessen wurde die Abstimmung über das Hilfspaket im zyprischen Parlament wegen starker Widerstände gegen die Zwangsabgabe von Montag auf Dienstag verschoben. Hinter den Kulissen wird offenbar an den Details gearbeitet. Es scheint darum zu gehen, Kleinsparer zu entlasten und Inhaber großer Einlagen stärker zu belasten. Natürlich könne Zypern Änderungen vornehmen, solange die anvisierte Summe von 5,8 Milliarden Euro gesichert sei, sagte EZB-Direktor Jörg Asmussen./bgf/jkr

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