01.02.2013 13:05
Bewerten
 (0)

Deutsche Anleihen reduzieren Verluste - Banken zahlen wenig EZB-Kredite zurück

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Freitag eine schwache Eröffnung bis zum Mittag weitgehend ausgeglichen. Händler erklärten die Entwicklung damit, dass die Euroraum-Banken in einer zweiten Runde einen vergleichsweise geringen Betrag ihrer EZB-Hilfskredite zurückzahlen wollen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future notierte zuletzt mit 141,87 Punkten geringfügig im Minus. Im Tief war er bis auf 141,59 Zähler gefallen. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 1,68 Prozent nahezu unverändert.

 

    Während robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum zunächst für Belastung am deutschen Rentenmarkt gesorgt hatten, fiel die zweite Rückzahlungsrunde von EZB-Notkrediten enttäuschend aus. Der Europäischen Zentralbank (EZB) steht am kommenden Mittwoch ein Rückfluss von lediglich 3,48 Milliarden Euro bevor. Das ist deutlich weniger als erwartet. Obwohl das erste Rückzahlungsvolumen viel höher ausgefallen war, wurden die neuen Zahlen mit Enttäuschung aufgenommen.

 

    Im weiteren Handel rücken Daten vom amerikanischen Jobmarkt in den Blick. Veröffentlicht wird der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung. Nach Prognosen von Bankvolkswirten dürfte sich der moderate Aufwärtstrend der vergangenen Monate im Januar fortgesetzt haben. Für eine nennenswerte Reduzierung der Arbeitslosenquote, nach der die US-Notenbank ihre Zinspolitik ausrichtet, dürfte der Stellenaufbau aber nach wie vor zu schwach sein./bgf/jkr

 

 

Heute im Fokus

DAX kaum bewegt -- Asiens Börsen uneinig -- IWF korrigiert erneut Wachstumsprognose für Deutschland -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- Deutsche Bank im Fokus

BMW arbeitet mit Partnern am selbstfahrenden Auto. Euro fällt wieder unter 1,11 Dollar. Beschäftigung in Deutschland erreicht neuen Höchststand. Ölpreise fallen leicht zurück. Corporate-Bond-Markt zeigt sich von Brexit unbeeindruckt. Britische Innenministerin May kandidiert für Cameron-Nachfolge.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
So hoch sind die Bundesländer verschuldet
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?