10.05.2012 09:20
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Deutsche Anleihen starten schwächer - Schuldenkrise bleibt im Fokus

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen konnten ihre Rekordstände vom Vortag am Donnerstag zunächst nicht verteidigen und sind etwas schwächer in den Handel gegangen. Marktbeobachter rechnen trotz der leichten Gegenbewegung nicht mit einer markanten Korrektur. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank am Morgen um 0,25 Prozent auf 142,44 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg leicht um eine Stelle auf 1,54 Prozent.

 

    In der Eurozone spitzt sich die Situation weiter zu: Ein griechisches Euro-Aus wird angesichts der politischen Krise in Athen als immer wahrscheinlicheres Szenario an den Märkten gehandelt. Zudem überzeugen Spaniens Bemühungen, den Bankensektor zu stützen, die Marktteilnehmer bislang nicht. Die Risikoaufschläge für Anleihen aus Italien und Spanien - ein zentraler Krisenindikator - sind zuletzt rasant angestiegen. Die als besonders sicher geltenden deutschen Titel sind in diesem nervösen Umfeld gefragter denn je.

 

    Auch von konjunktureller Seite gab es am Morgen schlechte Nachrichten: Deutlich schwächer als erwartete Daten zum chinesischen Außenhandel sorgten für Enttäuschung an den Märkten. Exportnationen weltweit setzen auf den Absatz in der Volksrepublik, deshalb gelten vor allem die ernüchternden Zahlen zum chinesischen Import als bedenklich. Nachdem der Bund-Future am Mittwoch erstmals auf mehr als 143 Punkte kletterte, zeichnet sich nach Einschätzung von Bernhard Esser, Anleihe-Experte beim Bankhaus HSBC Trinkaus, kein Richtungswechsel ab./hbr/bgf

 

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
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