21.11.2012 17:39
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Deutsche Anleihen verlieren - Hoffnung auf Griechenland-Rettung ungetrübt

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Mittwoch verloren. Die geplatzten Verhandlungen über weitere Griechenland-Hilfen konnten die Stimmung an den Märkten nicht trüben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum späten Nachmittag um 0,13 Prozent auf 142,13 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um zwei Stellen auf 1,43 Prozent.

 

    "Der Optimismus ist rasch wieder an die Märkte zurückgekehrt", sagte Experte Sebastian Sachs vom Bankhaus Metzler. "Es ist nicht vorstellbar, dass die EU die Griechen hängen lässt." Dies zeige auch die deutliche Entspannung an den Anleihemärkten der Euro-Krisenländer. So gingen die Risikoaufschläge für Anleihen der Krisenländer teilweise deutlich zurück.

 

    Die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten sich in Brüssel in der Nacht zum Mittwoch nicht auf eine umfassende Vereinbarung für das krisengeschüttelte Griechenland geeinigt. Am nächsten Montag soll ein neuer Anlauf genommen werden. "An den Märkten erwartet man dann auch eine Einigung", sagte Sachs. "Einige Finanzminister wollten mit der Hängepartie offenbar deutlich machen, wie hart sie verhandeln."

 

    Anders als am Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Papiere gehandelt werden, gingen die Renditen bei einer Versteigerung neuer Bundesanleihen zur Wochenmitte zurück. Deutschland konnte sich zum Minizins von 1,40 Prozent für zehn Jahre 3,25 Milliarden Euro bei Investoren leihen. Erst einmal gelang es dem Bund, in diesem Laufzeitbereich günstiger an frische Mittel zu kommen./hbr/jsl/

 

 

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