04.12.2012 10:12
Bewerten
 (1)

EZB/Asmussen: Portugal muss für OMT noch mehr Anleihen platzieren

   Von Patricia Kowsmann

   Portugal muss nach Ansicht eines EZB-Direktoriumsmitglieds noch mehr Staatsanleihen mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren am Markt platzieren, um sich für das OMT-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) zu qualifizieren. In einem Interview mit der portugiesischen Zeitung Jornal de Negocios sagte Jörg Asmussen weiter, mit der Emission einer dreijährigen Anleihe im Oktober im Zuge eines Swap-Geschäfts habe das Land bereits einen großen Fortschritt erzielt. Doch sei eine Emission nicht ausreichend.

   Für die von der EZB angekündigten Outright Monetary Transactions (OMT), dem unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt, kommen Krisenländer, die bereits Finanzhilfen erhalten und sich in einem Reformprogramm befinden, nur in Frage, wenn sie wieder Zugang zum Kapitalmarkt erlangen. Ob Portugal sich wieder an den internationalen Anleihemärkten finanzieren könne, werde vom EZB-Rat entschieden, sagte Asmussen. Nach seiner Einschätzung sei eine Emission mit längerer Laufzeit dafür nicht genug.

   Asmussen lobte gleichzeitig die Fortschritte Portugals bei den Reformen. Wenn das Reformprogramm komplett umgesetzt werde, werde die Verschuldung tragfähig bleiben. Die Verschuldung des Landes soll 2014 mit 122 Prozent des Bruttoinlandsprodukts den höchsten Stand erreichen. Portugal hat 2011 ein Hilfsprogramm im Volumen von 78 Milliarden Euro erhalten.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/sgs/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   December 04, 2012 03:41 ET (08:41 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 41 AM EST 12-04-12

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow Jones mit Verlusten -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Frankreich: Arbeitslosigkeit geht nur leicht zurück. Absage eines Partners sorgt bei Biotest-Anleger für Verdruss. Reederei Hapag-Lloyd macht Verlust. Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Infineon Technologies AG623100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
BMW AG519000
Scout24 AGA12DM8
BayerBAY001
Nordex AGA0D655
Siemens AG723610