17.01.2013 12:32
Bewerten
(0)

Euro-Krisenstaaten beschaffen sich günstig frisches Geld

Euro-Anleihen: Euro-Krisenstaaten beschaffen sich günstig frisches Geld | Nachricht | finanzen.net
Euro-Anleihen
Die Euro-Krisenländer Irland und Spanien haben sich erneut frisches Geld zu günstigen Konditionen am Markt besorgt.
Das angeschlagene Euroland Spanien durfte sich am Donnerstag über deutlich geringere Zinskosten freuen. Mit einer Auktion dreier Staatsanleihen nahm der spanische Staat nach Angaben der Notenbank insgesamt 4,5 Milliarden Euro auf. Die Nachfrage nach den neuen Schuldtiteln war etwa doppelt so hoch wie das Angebot.

   Bei spanischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren sank die zu zahlende Rendite von 3,36 Prozent bei einer vergleichbaren Auktion im Dezember auf 2,71 Prozent. Eine Auktion fünfjährige Anleihe schloss mit einer Rendite von 3,77 Prozent und damit etwa 0,22 Punkte niedriger als zuletzt Anfang Januar. Die durchschnittliche Rendite eines Papieres mit der langen Laufzeit von 30 Jahren lag bei 5,7 Prozent.

 Nahezu zeitgleich spülte in Irland eine Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von drei Monaten 500 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 0,2 Prozent in die Staatskasse. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war nach Angaben der nationalen Schuldenbehörde sehr stark. Die Versteigerung der Geldmarktpapiere war die erste von drei geplanten Auktionen im Laufe des ersten Quartals. Irland steht nach wie vor unter dem Rettungsschirm, will sich aber im Laufe des Jahres wieder selbständig am Kapitalmarkt refinanzieren.

  Frankreich verkaufte Staatsanleihen mit zum Teil längeren Laufzeiten. Insgesamt spülten drei Auktionen von Papieren mit Laufzeiten bis 2015, 2017 und 2018 knapp acht Milliarden Euro in die Staatskasse. Die durchschnittliche Rendite bei einer Versteigerung von fünfjährigen Anleihen lag bei 1,06 Prozent und damit kaum verändert zur letzten vergleichbaren Auktion im vergangenen Oktober. Die Papiere mit Laufzeit bis 2018 waren etwa doppelt so stark nachgefragt wie das Angebot. Bei Auktionen von Papieren mit Laufzeit von zwei und vier Jahren lag der Zinssatz jeweils deutlich unter einem Prozent. Frankreich verfügt noch bei Fitch, und damit nur noch bei einer der führenden Ratingagenturen, über die Bestnote 'AAA'. Die Agenturen Standard & Poor's und Moody's hatten die Kreditwürdigkeit zurückgestuft und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nur noch mit der zweitbesten Note bewertet.

 Unterdessen denkt auch das Euro-Krisenland Portugal einem Pressebericht zufolge darüber nach, schon bald an den Kapitalmarkt zurückzukehren. Wie die portugiesische Wirtschaftszeitung "Diario Economico" berichtet, bereite das Land die Emission einer fünfjährigen Staatsanleihe vor. Es wäre der erste Auftritt Portugals am Kapitalmarkt, seit das Land im Frühjahr 2011 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft ist.

 Die Versteigerung der Anleihen und Geldmarktpapiere aus den Euroländern fanden vor dem Hintergrund einer spürbaren Entspannung in der Euro-Schuldenkrise statt. In den vergangenen Handelstagen waren die Risikoaufschläge von Staatsanleihen aus den Euro-Krisenstaaten kräftig gesunken. Zuletzt sorgte der Internationale Währungsfonds (IWF) für gute Nachrichten in der Schuldenkrise. Der IWF hatte weitere Tranchen aus den Hilfspakten für Griechenland und Portugal frei gegeben und insbesondere die Fortschritte in Griechenland ausdrücklich gelobt.

    MADRID/DUBLIN/PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/Stephen Strathdee, Denis Vrublevski / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX legt zu -- US-Börsen im Plus erwartet -- ZEW-Konjunkturerwartungen fallen -- Bitcoin-Zertifikat lässt spekulative Anleger voll auf ihre Kosten kommen -- BMW, UniCredit, BHP im Fokus

Experten: Immobilienfirma Grand City steht vor Aufnahme in MDAX. Great Wall: Kein Kontakt zu Fiat wegen Übernahme. Gläubigerausschuss von Air Berlin trifft sich angeblich am Mittwoch. Airbus-Aktie im Plus: Lampe nimmt Aktie in 'Alpha-List' auf. Darum fällt Provident Financial: Aktienkurs bricht um 60 Prozent ein.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
BMW AG519000
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Amazon906866
BASFBASF11
Lufthansa AG823212
Air Berlin plcAB1000
Nordex AGA0D655