06.12.2012 11:38
Bewerten
 (0)

Frankreich refinanziert sich zu rekordniedrigen Zinsen

Frankreich-Anleihen
Frankreich kann sich trotz großer Wettbewerbsprobleme immer noch sehr günstig frisches Kapital besorgen.
Bei der Aufstockung einer Staatsanleihe mit 15-jähriger Laufzeit sank die zu zahlende Rendite am Donnerstag auf ein Rekordtief. Die Papiere mit Fälligkeit 2027 rentierten mit durchschnittlich 2,56 Prozent und damit so tief wie nie in dieser Laufzeit. Das geht aus Zahlen der nationalen Schuldenagentur vom Donnerstag hervor.

   Zusammen mit zwei weiteren Anleihen nahm der französische Staat insgesamt 3,97 Milliarden Euro auf. Anvisiert wurden drei bis vier Milliarden Euro. Auch bei den anderen beiden Schuldtiteln mit Fälligkeit 2018 und 2019 waren die Refinanzierungskosten weiter rückläufig. Die Nachfrage blieb hoch. Es war die letzte Anleiheauktion Frankreichs in diesem Jahr.

   Laut Experten profitiert Frankreich wie auch andere Euroländer von dem faktischen Anlagenotstand: Schuldverschreibungen erstklassiger Adressen wie insbesondere Deutschland werfen als Folge der Schuldenkrise kaum noch Rendite ab. Deswegen weichen viele Investoren auf Länder mit einer etwas geringeren Bonität aus. Hierzu gehört auch Frankreich. Unter den drei großen Ratingagenturen wird die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft nur noch von Fitch mit der Höchstnote bewertet. Dennoch rentieren französische Anleihen auch im freien Handel (Sekundärmarkt) so tief wie nie zuvor.

    PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: dutourdumonde / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?