Interessante Währungen für Anleger
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Der Yuan ziert sich
Unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen gibt es auch einen langfristigen Anlagehorizont. Und da führt kein Weg an Schwellenländer-Währungen aus dem asiatischen Raum vorbei. „Viele Währungen haben ein langfristiges Aufwertungspotenzial“, sagt Alexander Kozhemiakin von der Investmentgesellschaft Standish Mellon Asset Management. Grund: Deren ökonomische Perspektiven sind viel besser als in den etablierten Industrienationen.
Was jetzt auch die Wirtschaftskrise ans Licht bringt: Während die Industriestaaten allesamt mehr oder weniger heftig in der Rezession stecken, zeigen die Asiaten wirtschaftliche Stärke. Allen voran China. Dort rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für dieses Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) in Höhe von 8,5 Prozent, für 2010 sogar von neun Prozent.
Allerdings gibt es kaum Möglichkeiten, Anleihen zu kaufen, die auf chinesische Yuan lauten. Einheimische Institute wie die Bank of China oder China Construction Bank haben zwar schon Yuan-Anleihen in Hongkong emittiert. Und auch China hat Ende September dort erstmals einen auf Yuan lautenden Staatsbond außerhalb des Festlandes begeben.
Aber: Für Privatanleger aus Euroland lohnt der Kauf in Hongkong wegen der hohen Gebühren nicht. Immerhin will die chinesische Regierung den Yuan als frei konvertierbare Währung etablieren. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Yuan-Bonds an internationalen Börsen gehandelt werden.
Indien wächst nach IWF-Prognosen 2009 mit 5,4 Prozent und 2010 mit 6,4 Prozent. Damit nicht genug: Die Investmentbank Goldman Sachs glaubt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt dort bis 2020 pro Kopf vervierfachen wird.
Und bis 2050 soll das Land sogar an den USA vorbeiziehen und nach China zweitgrößte globale Volkswirtschaft sein. Das kann aber nur funktionieren, wenn dem Land ausländisches Kapital zufließt. Schon heute werden auf Rupien lautende Anleihen an deutschen Börsen gehandelt – wie etwa der bis Mai 2017 laufende Bond der Inter-American Development Bank an den Börsenplätzen Stuttgart und Frankfurt. Allerdings sind die Umsätze gering. Das muss nicht so bleiben. Und übrigens: Schon jetzt wird in Indien diskutiert, ob sich das Land für die Olympischen Spiele 2020 bewerben soll. Ganz nach brasilianischem Vorbild.
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