18.06.2013 12:19

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GELDMARKTAUKTION

Spanien muss Investoren höhere Zinsen bieten


Schlechte Nachrichten für Spanien: Investoren verlangen höhere Zinsen und die ausfallbedrohten Kredite in den Bilanzen der angeschlagenen Bankenbranche steigen.

Das zeigen am Dienstag in Madrid veröffentlichte Zahlen der Finanzagentur und der Zentralbank.

Eine Geldmarktauktion spülte zwar etwas mehr frische Mittel in die Staatskasse als eingeplant, dafür muss das Land die neuen Schulden aber teurer bezahlen als zuletzt.

Im Laufzeitbereich über ein Jahr zogen die Zinsen gegenüber der letzten Versteigerung von 0,99 auf 1,40 Prozent an. Um für sechs Monate Geld zu besorgen, musste Spanien Zinsen in Höhe von 0,8 Prozent bieten. Bei der letzten Auktion war der Hammer bei deutlich geringeren 0,5 Prozent gefallen.

Insgesamt sammelte die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft 5,04 Milliarden Euro ein und konnte das Ziel damit leicht übertreffen. Die Nachfrage blieb stabil und übertraf das Angebot um mehr als das Doppelte.

In den Büchern der spanischen Banken ist der Anteil fauler Kredite im April von 10,47 Prozent im Vormonat auf 10,87 Prozent gestiegen, wie aus neuen Daten der Zentralbank hervorgeht. Vor einem Jahr hatte der Wert noch bei 8,73 Prozent gelegen.

Den Zahlen zufolge saßen die spanischen Geldhäuser Ende April 2013 auf ausfallbedrohten Forderungen in Höhe von 167,1 Milliarden Euro. Das Land leidet nach dem Platzen einer Kredit- und Immobilienblase unter einer tiefen Rezession./hbr/bgf

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Natursports / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

DiBoFfm schrieb:
19.06.2013 09:28:14

167 Milliarden Ausfall, der demnächst auf die Steuerzahler verteilt werden soll.
Wir erinnern uns: Ursache für dieses Problem sind zu niedrige Zinsen die zur Bekämpfung der Dotcom-Krise eingesetzt wurden und durch den Euro-Beitritt Spaniens entstanden.

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