05.02.2013 14:07
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Euro-Rettungschirm ESM muss Anlegern erstmals Rendite bieten

Geldmarktpapiere
Der Euro-Rettungsschirm ESM hat Anlegern bei seinem zweiten Auftritt am Finanzmarkt erstmals einen minimalen Zinssatz bieten müssen.
Bei der Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von drei Monaten sei der Zuschlag bei einer Rendite von 0,0158 Prozent erfolgt, teilte die Deutsche Bundesbank am Dienstag mit. Bei der ersten Auktion hatten Anleger unterm Strich noch drauflegen müssen, nachdem sie einen negativen Zinssatz von 0,0324 Prozent akzeptierten.

    Die Auktion der Geldmarktpapiere spülte laut Bundesbank 1,949 Milliarden Euro in die Kasse des Euro-Rettungsfonds. Zuvor wurde ein Volumen von maximal 2,0 Milliarden Euro anvisiert. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war hoch. Die Auktion war 2,4-fach überzeichnet. Die starke Nachfrage bei einem minimalen Zinssatz ist das Resultat der hohen Bonität, die ESM-Papiere am Markt genießen. Sie ergibt sich zu einem Großteil durch Garantien und Bareinlagen aus Deutschland und Frankreich.

   Die 17 Eurostaaten hatten im Herbst den ständigen Rettungsschirm ESM mit Sitz in Luxemburg eingerichtet. Er löste den zeitlich begrenzten Rettungsschirm EFSF ab. Der neue Fonds kann Euro-Ländern Hilfen von bis zu 500 Milliarden Euro geben. Um das Kreditvolumen zu erreichen, wird er auf Dauer mit 700 Milliarden Euro ausgestattet. Davon entfallen 80 Milliarden Euro auf bar eingezahltes Kapital. Der Rest ist abrufbares Kapital in Form von Garantien.

    FRANKFURT/LUXEMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Vadim Georgiev / Shutterstock.com
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