von Peter Gewalt, €uro am Sonntag
Seit die Offenen Immobilienfonds in der Krise stecken, sind attraktive Investitionsmöglichkeiten in Betongold Mangelware. Das haben Immobilienunternehmen wie EyeMaxx Real Estate erkannt, die mit hochrentierlichen Anleihen locken. Die Österreicher emittieren daher einen neuen Bond mit einem Volumen von 15 Millionen Euro, Zinszahlungen von 7,75 Prozent jährlich und einer Laufzeit bis Oktober 2017. Die Anleihe kann bis 5. April gezeichnet werden.
EyeMaxx entwickelt, vertreibt und verwertet Gewerbeimmobilien in Mittel- und Zentraleuropa. Zwischen 2006 und 2011 hat das Unternehmen Logistikzentren, Fachmärkte und Hotels in Polen, Tschechien, der Slowakei, Deutschland und Österreich im Volumen von rund 200 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft auf kleine und mittelgroße Städte mit bis zu 50 000 Einwohnern, in denen es keine bedeutenden Wettbewerber gibt. „Mit den Anleiheerlösen wollen wir weitere Fachmarktzentren in Osteuropa errichten“, erklärt Michael Müller, Vorstand von EyeMaxx, das im vergangenen Geschäftsjahr einen Nachsteuergewinn in Höhe von 1,3 Millionen Euro erzielt hat. 80 Prozent des frischen Kapitals sollen für neue Projekte, der Rest für die Ablösung bestehender Darlehen und zur Sicherung des Liquiditätsbedarfs verwendet werden.
Großer Pluspunkt der Anleihe: Zins- und Rückzahlung sind durch Immobilien in Österreich und Deutschland im Volumen von 8,9 Millionen Euro erstrangig besichert, zudem besteht eine zweitrangige Besicherung im Wert von über sieben Millionen Euro. Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, während
der Laufzeit der Anleihe keine Gewinnausschüttungen vorzunehmen, durch die das Konzerneigenkapital unter das Niveau von 14 Millionen Euro sinken würde.
Bildquellen: isrock/Dušan Zidar