11.12.2012 12:46
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Tumult im zyprischen Parlament durch Anleihe-Investoren

Investoren protestieren
Aufgebrachte Investoren haben am Dienstag im zyprischen Parlament lautstark gegen eine geplante Gesetzesänderung protestiert.
Diese Änderung könnte dazu führen, dass sie ihre Gelder aus Staatsanleihen verlieren. Die Demonstranten beschimpften und bedrohten die Abgeordneten. Wie das zyprische Fernsehen zeigte, konnten einige Abgeordnete vermitteln und die Demonstranten beruhigen. Diese verließen das Parlament. Verletzt wurde niemand, berichtete das Staatsradio.

    Die Demonstranten protestierten gegen einen Gesetzentwurf, mit dem ihre Staatsanleihen im Rahmen der Stabilisierung der zyprischen Banken in Aktien verwandelt werden. Es gehe um Summen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro, berichtete das Staatsradio (RIK). Zypern steht kurz vor einem harten Sparprogramm.

    Die Minister der Eurogruppe wollen am 13. Dezember über Zypern beraten. Zyperns Banken leiden erheblich unter dem Schuldenschnitt für Privatgläubiger Griechenlands vom vergangenen Frühjahr. Der zyprische Staatschef Dimitris Christofias bezifferte den Bedarf für die Rekapitalisierung der Banken Zypern auf zehn Milliarden Euro. Insgesamt ist die Rede von einem Rettungspaket in Höhe von 17,5 Milliarden Euro. Die Regierung Zyperns hatte Ende Juni in Brüssel einen Antrag auf ein Hilfspaket gestellt.

NIKOSIA (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/goralikus, Aleksandar Mijatovic / Shutterstock.com
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