08.01.2013 17:46
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Irland begibt erste syndizierte Anleihe seit Rettung durch EU

   Irland versucht, die Schuldenkrise hinter sich zu lassen und zur Normalität zurückzukehren. Das schuldengebeutelte Land emittiert zum ersten Mal seit der Rettung durch die EU im November 2010 eine syndizierte Anleihe. Zu diesem Zweck stockt der nordeuropäische EU-Staat eine bestehende Anleihe mit Laufzeit bis zum Oktober 2017 um 2,5 Milliarden Euro auf. Wie aus dem Kreise der Konsortialbanken am Dienstag mitgeteilt wurde, beträgt der Kupon 5,5 Prozent. Die neuen Schuldtitel rentieren anfangs mit 3,316 Prozent. Das durchführende Bankenkonsortium besteht aus Barclays, Danske, Davy, Royal Bank of Scotland und der Societe Generale.

   Zuvor hatte Irland bereits Geldmarktpapiere mit kürzerer Laufzeit ausgegeben und den Markt erfolgreich getestet. Allerdings waren diese Schritte nicht mit der nun erfolgten Platzierung zu vergleichen. Das Land war wegen der Immobilien- und Finanzkrise 2010 als erstes EU-Land unter den Rettungsschirm der Staatengemeinschaft und des Internationalen Währungsfonds (IWF) geschlüpft und hatte Hilfen von 67,5 Milliarden Euro erhalten. Auch eine Umschuldung war erfolgreich durchgeführt worden. Im Gegensatz zu anderen EU-Krisenstaaten befindet sich das Land auf dem Weg der Erholung.

   Daher hofft Irland, rasch bessere Bedingungen für die Rückzahlung der in der Finanzkrise gewährten milliardenschweren Finanzspritze zu bekommen. "Ich hoffe sehr, die Angelegenheit schnell abschließen zu können", sagte der irische Premierminister Enda Kenny nach einem Gespräch mit der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth. Irland wolle umschulden und die Frist für die Rückzahlung ausdehnen, also pro Jahr weniger zurückzahlen als bislang.

   Mit einem harten Sparprogramm hatte sich das Land wieder aufgerappelt und drängt nun angesichts der guten Fortschritte auf bessere Bedingungen für die Rückzahlung der Milliardenhilfe. Wie der irische Arbeitsminister Richard Bruton Ende Dezember in einem Interview gesagt hatte, seien die hohen Zahlungen "nicht nachhaltig". Ende 2013 läuft das Rettungspaket aus, mit dem Irland vor dem Staatsbankrott gerettet worden war.

   Im Sommer hatte die Eurozone zugesagt, die Rettung der irischen Banken zu überarbeiten. Die Umsetzung kommt aber nur schleppend voran. Nach Ansicht der irischen Regierung würde sich die Haushaltslage jedoch erheblich verbessern, wenn das Land günstigere Konditionen für die Schulden bekäme. Die enorme Verschuldung hänge "wie eine düstere Wolke über einer ansonsten recht günstigen Entwicklung", hatte Irlands Arbeitsminister Bruton Ende Dezember gesagt.

   Allein schon die Zusage der Eurozone, die Konditionen zu überarbeiten, hatte aber eine positive Wirkung gezeigt: Die Zinsen auf irische Staatsanleihen sanken danach deutlich. Dadurch konnte Irland als erstes Land unter dem EU-Rettungsschirm wieder langfristige Anleihen verkaufen.

   Zu der Platzierung wurden folgende Details bekannt:

=== Volumen: 2,5 Mrd EUR Fälligkeit: 18. Oktober 2017 Kupon: 5,5% Ausgabepreis: 109,45% Spread: 250 Basispunkte über Midswaps Rendite: 3,316% Bonitätsbewertung:Ba1 (Moody's) BBB+ (Standard & Poor's) BBB+ (Fitch) Zinszahlung: jährlich === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/flf/cln (END) Dow Jones Newswires

   January 08, 2013 11:15 ET (16:15 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 15 AM EST 01-08-13

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