09.11.2011 16:40
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Italien Anleihen

Wer eine Italien-Anleihe kauft, gewährt dem italienischen Staat damit einen Kredit mit dem das Land seine Ausgaben finanzieren kann. Als Gegenleistung für den Kauf von Italien-Anleihen erhält der Käufer einmal im Jahr einen vorher festgelegten Zinssatz, auch Kupon genannt, auf sein verliehenes Geld. Der italienische Staat garantiert seinem Gläubiger am Ende der festen Laufzeit die Rückzahlung des Nominalbetrags der Italien-Anleihe. Deutsche Privatanleger können allerdings nicht ohne weiteres Italien-Anleihen erwerben, weil diese nicht an deutschen Börsenplätzen gelistet sind. Die Börse Frankfurt bietet allerdings mit dem Euro-BTP (Buoni del Tesoro Poliennali)-Future einen künstlichen Index, der die durchschnittliche Wertentwicklung von Italien-Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit widerspiegelt. Der Future-Index unterscheidet sich allerdings in einigen Punkten deutlich von der Investition in eine Italien-Anleihe, da der Index nur die aktuelle Wertentwicklung abbildet und somit weder einen fester Kupon noch die Auszahlung des Nominalbetrags einer echten Anleihe gewährt.

Italien ist, gemessen am Verhältnis zu seinem Bruttoinlandsprodukt, neben Griechenland das am höchsten verschuldete Land in der Eurozone. Der italienische Staatschef Silvio Berlusconi gilt an den Märkten nicht mehr als vertrauenswürdig. Die Renditen für italienische Anleihen sind im November erstmals auf bis zu sieben Prozent angestiegen. Die Käufer von Italien-Anleihen erhalten somit eine hohe Verzinsung. Allerdings ist die Zukunft des Landes ungewiss. Käme es zu einer Staatspleite, würden Käufer von Italien-Anleihen einen Totalverlust verbuchen. Auch die Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft wären aktuell völlig unberechenbar.

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