12.12.2012 11:27

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ITALIEN-ANLEIHEN

Italien kommt trotz Regierungskrise günstiger an frisches Geld


Italien stolpert bei der Kreditaufnahme bislang nicht über seine Regierungskrise. Am Mittwoch hat sich das Land zum ersten Mal seit der Rücktrittsankündigung von Premier Mario Monti Geld bei Investoren besorgt

Dabei waren die Zinsen so niedrig wie zuletzt im März. Das geht aus Angaben der italienischen Schuldenagentur hervor.

   Demnach sammelte die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft wie geplant 6,5 Milliarden Euro mit zwölfmonatigen Staatspapieren ein. Die Zinsen gingen gegenüber der letzten Auktion am 13. November von 1,76 auf 1,46 Prozent zurück. Zudem legte die Nachfrage nach den Titeln etwas zu - die Gebote hätten gereicht, um fast das doppelte des Angebots am Markt unterzubringen.

   Die politischen Risiken in Italien waren zuletzt wieder deutlich gestiegen: Nachdem die Partei des Ex-Premiers Silvio Berlusconi dem aktuellen Regierungschef Mario Monti am vergangenen Donnerstag die Rückendeckung entzogen hatte, kündigte dieser am Wochenende seinen Rücktritt an. Zudem will Berlusconi selbst ein Comeback versuchen, was zu Wochenbeginn für Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt hatte.

   ROM/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Vladimir Mucibabic / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Motzer schrieb:
21.12.2012 19:29:39

Ohne Draghis Versprechen zum unbegrenzten Kauf von Wackelanleihen, würde wohl niemand diese Papiere anfassen.

Das Risiko wird künstlich heruntergedrückt - wohl die einzige Möglichkeit, um das Euro-Kartenhaus vor dem Einsturz zu bewahren.

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