10.09.2013 10:42
Bewerten
 (0)

Italien: Zehnjahresrendite erstmals seit 2012 höher als in Spanien

Italien Bonds
An den Finanzmärkten schwindet zusehends das Zutrauen der Investoren gegenüber Italien.
Am Dienstag rentierten richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen Roms erstmals seit März 2012 höher als ihre spanischen Pendants. Im Vormittagshandel lag die italienische Zehnjahresrendite bei 4,48 Prozent, diejenige Spaniens bei 4,46 Prozent. Im kürzeren Laufzeitbereich von zwei Jahren war die spanische Rendite bereits Anfang August unter die italienische Rendite gefallen.

    Als Grund für die Entwicklung der Renditen am Anleihemarkt nennen Beobachter zum einen ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen Italiens. Spanien demgegenüber werden zumindest in einigen Bereichen Fortschritte bei wichtigen Strukturreformen zugestanden, unter anderem im Rentensystem. Die schlechtere konjunkturelle und fiskalische Ausgangslage Spaniens gegenüber Italien scheint damit etwas in den Hintergrund zu treten.

    Hinzu kommen schwerwiegende politische Risiken: Zurzeit steht in Rom die Regierungskoalition aus Mitte-Links und Mitte-Rechts auf dem Spiel. Der Parteichef der Konservativen, Ex-Premier Silvio Berlusconi, könnte infolge einer Verurteilung wegen Steuerdelikten sein Parlamentsmandat verlieren. Gegenwärtig berät ein Senatsausschuss darüber. Ranghohe Funktionäre aus Berlusconis Partei haben mehrfach damit gedroht, die Koalition platzen zu lassen, sollte Berlusconi sein Mandat verlieren./bgf/jkr

ROM/MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: ndphoto / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?