10.12.2012 10:18
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Risikoaufschläge legen nach Monti-Rücktrittsankündigung zu

Italien
Am italienischen Anleihemarkt hat sich die Lage am Montag spürbar eingetrübt. Auch Spanien-Bonds werden von den Anlegern kritischer betrachtet.
Händler verwiesen auf die Rücktrittsankündigung des derzeitigen Regierungschefs Mario Monti vom Wochenende. Während die Kurse für italienische Staatsanleihen unter Druck gerieten, legten die Renditen im Gegenzug spürbar zu. Der Risikoaufschlag zu als sicher geltenden deutschen Schuldtiteln stieg im zehnjährigen Laufzeitbereich auf mehr als 3,5 Prozentpunkte.

SPANISCHE RENDITEN WERDEN MITGEZOGEN

Zehnjährige italienische Staatsanleihen rentierten im Vormittagshandel mit bis zu 4,8 Prozent. Das ist deutlich mehr als Anfang Dezember, als die Rendite mit etwa 4,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen war. Im Fahrwasser Italiens gerieten auch spanische Schuldtitel unter Druck. Zehnjährige Papiere rentierten am Montagvormittag mit bis zu 5,6 Prozent. Der Risikoaufschlag zu deutschen Anleihen betrug damit etwa 4,3 Prozentpunkte. In den kürzeren Laufzeiten fiel die Entwicklung ähnlich aus.

ANLEGER FLÜCHTEN IN DEUTSCHE STAATSANLEIHEN

Deutsche Staatsanleihen, die unter Investoren als "sicherer Hafen gelten", erhielten unterdessen Zulauf. Der Euro-Bund-Future - richtungsweisender Terminkontrakt für den deutschen Rentenmarkt - stieg im Vormittagshandel um 0,20 Prozent auf 146,01 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf bis zu 1,26 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit etwa vier Monaten. Der Euro zeigte sich indes recht unbeeindruckt. Er kostete rund 1,29 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitag.

ROM/MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) - /bgf/hbr/stk

Bildquellen: Samot / Shutterstock.com

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