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02.01.2013 17:00

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JAHRESAUSBLICK

Anleiheportfolio 2013: Sicher aufgestellt ins neue Jahr


Wie ein sicherheitsorientiertes Anleiheportfolio für 2013 aussehen sollte. Stephan Kuhnke, Leiter des Portfoliomanagements beim Anleihespezialisten Bantleon, gibt Rat.

Stephan Kuhnke ist Leiter des Portfoliomanagements beim Anleihespezialisten Bantleon, der für institutionelle und private Kunden rund sieben Milliarden Euro verwaltet. Hier gibt er einen Ausblick für 2013.

Das Jahr 2012 wird Anleihe­investoren in guter Erinnerung bleiben. Eine Schlüsselrolle spielte die EZB, die mit ihrem Schwur auf den Fortbestand der Währungsunion den Grundstein für eine beispiellose Rally der Finanzmärkte legte. Wie sollte nun ein sicherheitsorientiertes Anleiheportfolio für 2013 aussehen?

Unseren eigenen Frühindikatoren zufolge, die einen deutlichen Vorlauf vor den ­öffentlich verfügbaren Stimmungs­indizes haben, ist zeitnah mit einer Bodenbildung im konjunkturellen Abwärtstrend zu rechnen und im Jahresverlauf mit zunehmender Dynamik. Deshalb erwarten wir einen moderaten Renditeanstieg bei deutschen Bundesanleihen und rückläufige Zinsaufschläge bei Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefen. Der bevorstehende Hilfsantrag Spaniens sollte mittelfristig die Spreads der Peripheriestaaten stabilisieren.

Dennoch gibt es Risiken. Speziell Unternehmensanleihen mit gutem Rating haben sehr niedrige Zinsaufschläge, die kaum noch Schutz vor den negativen Folgen eines Rendite­anstiegs bieten. Es ist daher unumgänglich, das Anleiheportfolio aktiv zu steuern. Beginnen würden wir das Jahr mit einer verkürzten durchschnittlichen Restlaufzeit, einem starken Übergewicht in Unternehmensanleihen (speziell Financials), Pfandbriefen aus den Eurokernländern sowie einer selektiven Beimischung kurz laufender italienischer Staatsanleihen. Staatsanleihen aus den Kernländern der Eurozone sollten stark untergewichtet werden, aber wegen ihrer stabilisierenden Wirkung im Portfolio nicht fehlen.

Bildquellen: Vadim Balantsev / Shutterstock.com

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