19.02.2013 08:47
Bewerten
 (0)

Ausländische Staatsanleihen: Japans Finanzminister widerspricht Regierungschef

Kein Pläne für Anleihenkauf
Japans Regierung hat laut Finanzminister Taro Aso keine Pläne zum Kauf von Staatsanleihen durch die Notenbank.
"Wir haben nicht vor, ausländische Staatsanleihen zu kaufen", versicherte Aso am Dienstag vor Journalisten in Tokio. Außerdem plane die Regierung auch keinerlei schnelle Änderung des Notenbankgesetzes. Finanzminister Aso widersprach damit Aussagen vom neuen Regierungschef Shinzo Abe vom Vortag.

 

     Abe hatte in einer Rede vor dem Parlament die Möglichkeit bekräftigt, neben heimischen Staatsanleihen auch Schuldtitel anderer Länder zu kaufen. Darüber hinaus unterstrich er, dass eine Änderung des Notenbankgesetzes nicht vom Tisch sei, sollte die Bank of Japan ihre Ziele nicht erreichen. Formal ist die japanische Notenbank unabhängig. Die Regierung übt aber massiv Druck aus, insbesondere über die Besetzung des geldpolitischen Ausschusses.

 

    Spätestens seit dem Regierungswechsel in Japan im Dezember steht der Yen unter starkem Verkaufsdruck. Durch einen günstigeren Yen-Kurs soll die japanische Exportwirtschaft stärker in Schwung gebracht werden. Andere Währungen haben im Gegenzug deutlich aufgewertet. In Europa gab es zuletzt die Sorge, dass die Wechselkurse die konjunkturelle Erholung bremsen könnten.

    TOKIO (dpa-AFX)

Bildquellen: Santanor / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Dow sehr fest -- Sägt Google mit neuem Produkt an Apples Thron? -- Ökonomen senken wegen Brexit deutsche Wachstumsprognosen -- Nike erhält weniger Bestellungen -- KUKA im Fokus

Wirecard steigt mit Zukauf in US-Markt ein. EU-27 beschließen nach Brexit "Nachdenkphase" bis September. EZB-Vizepräsident: Weitere Lockerung nur noch begrenzt möglich. Monsanto mit überraschend deutlichem Umsatz- und Gewinnrückgang. Bei adidas ist die Luft raus nach bisher starkem Jahr.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
So hoch sind die Bundesländer verschuldet
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?