24.08.2012 13:49

Senden
KREISE

Kein Anleihenkauf durch die EZB vor dem 12. September?


Die Europäische Zentralbank wird laut Kreiseinformationen den Plan für den Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Eurostaaten nicht vor dem 12. September vorlegen.

EZB-Präsident Mario Draghi werde mit der Entscheidung zum Kaufprogramm auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Beschwerden gegen den permanenten Rettungsschirm ESM warten, sagten zwei namentlich nicht genannte Vertreter der Notenbank am Freitag der Nachrichtenagentur "Bloomberg".

 

Die kommende Pressekonferenz der EZB nach der Zinsentscheidung am 6. September dürfte daher für alle, die zu diesem Zeitpunkt mit einem Plan für das angekündigte Kaufprogramm gerechnet haben, enttäuschend ausfallen, hieß es weiter. Derzeit werde in der Notenbank an dem Plan zum Kauf von Staatsanleihen gearbeitet. Allerdings dürften die Planungen nicht bis zur nächsten Zinssitzung abgeschlossen sein.

   Ein Sprecher der EZB wollte den Bericht laut "Bloomberg" nicht kommentieren. EZB-Chef Draghi hatte nach der letzten Notenbanksitzung am 2. August den Kauf von Anleihen angeschlagener Euroländer angekündigt, sofern die betroffenen Länder zuvor einen Hilfsantrag beim bestehenden Rettungsschirm EFSF oder beim künftigen Schirm ESM stellen. Mit der Maßnahme sollen die Zinssätze bei den Staatsanleihen gesenkt und die Refinanzierung für angeschlagene Euroländer vereinfacht werden./jkr/zb/wiz

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: EZB

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
24.08.2012 18:19:34

Ist das Urteil richtig, ist der ESM vom Tisch. Andernfalls sorgen die Auflagen des Gerichtes für ein ähnliches Ergebnis. Da alle auf die Rückabwicklung des Euro vorbereitet sind, kanns dann losgehen. Die Schuld läßt sich aufs Gericht abwälzen.

Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Devisen in diesem Artikel

NameKurs+/-%
EUR/USD1,380,0002
0,02 %

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige