07.06.2013 09:27
Bewerten
 (0)

Man: Japanischer Wandlermarkt bleibt interessant

Ein Einstieg in japanische Wandelanleihen könnte sich nach der Korrektur in den beiden letzten Maiwochen wieder lohnen. Zu dieser Einschätzung kommt Michel Fest, Co-Leiter des Convertibles-Team von Man. "Wer davon ausgeht, dass es am japanischen Aktienmarkt wieder aufwärts geht, sollte Wandelanleihen als Assetklasse für eine Investition prüfen. Denn für den Fall, dass die Korrektur noch andauern sollte, bieten die Wandler aus dem Land der aufgehenden Sonne einen relativ soliden Sicherheitspuffer, um übermäßige Kursverluste abzufedern."

Mit einem Volumen von rund 25 Mrd. US-Dollar ist der japanische Wandelanleihenmarkt relativ klein. Unter Experten gelten die Papiere folglich eher als Spezialität. Weltweit kommt das Segment immerhin auf ein Volumen von etwa 400 Mrd.
US-Dollar (alle Angaben Bank of America Merrill Lynch, Stand 31.03.2013). Dennoch ist Japan seit Jahresanfang gemessen an der Wertentwicklung die stärkste Wandelanleihe-Region rund um den Globus. Per Ende Mai lag die Performance bei 23,8 Prozent (UBS Convertible Japan hedged to EUR, Stand 31.05.2013). Grund hierfür war die starke Entwicklung des lokalen Aktienmarktes in den vergangenen Monaten. In der Folge konnten auch japanische Wandlerpapiere deutlich zulegen. Dies wiederum hat weitere Investoren dazu bewogen, in den Markt einzusteigen - was die Performance positiv unterstützt hat.

Aktuell ähneln japanische Wandelanleihen mehr einer Aktie als einer Anleihe. Das so genannte Delta, das die Aktiensensitivität beschreibt, liegt momentan im Schnitt bereits bei rund 60 Prozent. Bei einem Wert von 100 Prozent verhält sich die Wandelanleihe praktisch wie eine reine Aktie. In Europa beträgt der entsprechende Vergleichswert derzeit hingegen lediglich rund 30 Prozent.

"Für Anleger heißt das: Weitere Kursgewinne bei japanischen Aktien wirken sich zu einem Großteil unmittelbar positiv auf die Performance der Wandelanleihen aus", resümiert Man-Experte Fest. "Anders als bei Aktien verfügen Convertibles aber über eine Art Sicherheitsnetz. Kursverluste führen zu einer Verringerung der Aktiensensitivität. Dadurch wird die Wertentwicklung
bei Wandelanleihen weniger durch Kursrückschläge belastet."
----------------------------------------
Soeben erschienen: BOND YEARBOOK 2012/13 -
Das Nachschlagewerk für Anleiheinvestoren und -Emittenten
Renommierte Autoren und Interviewpartner nehmen Stellung zu den Themenfeldern High Yield-Anleihen, Mittelstandsanleihen, Covered Bonds, Investmentstrategien sowie Tax & Legal. Das jährliche Nachschlagewerk erscheint bereits im 4. Jahrgang und hat einen Umfang von 108 Seiten. Die Ausgabe kann zum Preis von 29 Euro beim Verlag bezogen werden:
http://www.fixed-income.org/fileadmin/2012-11/Flyer_Bestellformular_BondBook_12_13.pdf
----------------------------------------



Quelle: fixed-income.org - Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

Heute im Fokus

DAX schließt nach ifo-Daten im Plus -- Verizon macht Yahoo-Deal perfekt -- VW-Konzern wohl trotz Diesel-Krise Halbjahres-Absatzkönig -- Sartorius, Daimler, Tesla im Fokus

Neue Spekulationen über Marktstart des Apple Car. US-Telekom-Rivale Sprint weiter tief in den roten Zahlen. Allianz will sich bei Pimco stärker einmischen. Nintendo-Aktie stürzt ab - Ernüchterung über "Pokémon Go". ifo-Geschäftsklima trübt sich nach Brexit-Votum nur leicht ein. Philips schlägt sich erneut besser als gedacht.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Umfrage

Die Bundesregierung sieht keine Auswirkungen des Putschversuchs in der Türkei auf das Flüchtlingsabkommen mit der EU. Sehen Sie das auch so?