28.01.2013 08:26
Bewerten
 (0)

Medwedjew gegen Kauf europäischer Staatsanleihen

    BERLIN (dpa-AFX) - Russland wird der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Kauf weiterer Euro-Staatsanleihen nicht nachkommen. "Zurzeit planen wir nicht, diese Bonds zu kaufen", sagte der russische Regierungschef Dmitri Medwedjew dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Merkel hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos internationale Investoren zum Kauf europäischer Staatsanleihen aufgerufen. Russland verfügt nach China und Japan über die größten Devisenreserven der Welt: Moskaus Reserven im Wert von gut 475 Milliarden US-Dollar seien zu 42 Prozent in Euro investiert, sagte Medwedjew: "Damit teilen wir bereits die Risiken auch des Euros."

 

    Während Medwedjew auf die Zukunft der Euro-Zone setzte, äußerte er sich kritisch über den aktuellen Zustand der Gemeinschaftswährung: "Der Euro ist derzeit in einem kläglichen Zustand." Er sehe mit Sorge, dass die Diskussionen über die Maßnahmen zur Stabilisierung der Euro-Zone "zu lange dauern". Russlands Premierminister erinnerte zudem an den Geburtsfehler des Euro und sagte: "Es war natürlich von Anfang an ein kompliziertes Modell, in dem eine starke Währung unterschiedlichen Volkswirtschaften dient, darunter schwachen. So etwas hat es in der Weltgeschichte noch nicht gegeben." Medwedjew zog aus dieser großen Divergenz einen klaren Schluss: Die südeuropäischen Wirtschaften müssten "entweder stärker werden, oder sie müssen auf den Euro verzichten".

 

    Trotz aller Kritik an der aktuellen Rettungspolitik in Europa hofft die russische Regierung auf ein Überleben des Euros. "Wir sind der Ansicht, dass eine Weltwirtschaft, die sich auf mehrere Reservewährungen stützt, besser ist, als wenn es nur eine Reservewährung gibt", sagte Medwedjew dem "Handelsblatt". Neben dem Dollar und dem Euro zählt für ihn auch der chinesische Yuan dazu./stk/kja

 

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow Jones mit Verlusten -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Frankreich: Arbeitslosigkeit geht nur leicht zurück. Absage eines Partners sorgt bei Biotest-Anleger für Verdruss. Reederei Hapag-Lloyd macht Verlust. Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
BASFBASF11
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BayerBAY001
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Infineon Technologies AG623100
adidas AGA1EWWW
CommerzbankCBK100
Siemens AG723610