26.02.2013 08:58
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Wahlchaos bringt Anleihen von Krisenländern unter Druck

Nach Italien-Wahl
Wegen des drohenden politischen Stillstands in Italien hat sich die Lage an den Anleihemärkten der Krisenländer Südeuropas am Dienstag massiv eingetrübt.
Im kurzfristigen Laufzeitbereich von zwei Jahren stiegen die Renditen besonders stark in Portugal, gefolgt von Italien und Spanien. Auch im richtungsweisenden Laufzeitbereich von zehn Jahren gerieten Anleihen der drei Länder Südeuropas stark unter Druck. Deutsche Staatsanleihen, die unter Anlegern als Hort der Sicherheit gelten, erhielten im Gegenzug starken Zulauf.

    In Portugal erhöhte sich die Rendite zweijähriger Staatsanleihen am Dienstagvormittag um 0,8 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. In Italien und Spanien stieg der Effektivzins um jeweils knapp 0,4 Punkte auf 2,07 und 2,95 Prozent. Zehnjährige Anleihen rentierten in Spanien etwa 0,4 Punkte höher bei 5,5 Prozent. In Italien stieg die Zehnjahresrendite um 0,36 Punkte auf 4,8 Prozent.

    Am deutschen Anleihemarkt sorgte die große Unsicherheit für starken Kursauftrieb. Der als richtungsweisend geltende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg zeitweise um fast einen ganzen Punkt auf 144,95 Zähler. Im Gegenzug fiel die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen deutlich um 0,08 Prozentpunkte auf 1,47 Prozent.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Markus Pfaff / Shutterstock.com
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