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18.06.2012 11:03

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NACH KURZ-RALLYE

Nur kurzes Strohfeuer am Anleihemarkt nach Griechenwahl


Die Freude und Erleichterung über den Wahlausgang in Griechenland kommt nicht überall an den Finanzmärkten in Europa an. Am Anleihemarkt macht sich bereits wieder Ernüchterung breit, aber auch die Aktienmärkte können ihre frühen Anfangsgewinne nicht halten.

Nach einem kurzen Strohfeuer mit sinkenden Renditen bei spanischen und italienischen Anleihen, hat sich die Richtung am Montagvormittag schnell wieder ins Gegenteil umgekehrt, womit sich der Trend der Vorwoche nach oben fortsetzt.

   10-jährige spanische Anleihen rentieren mit 7,05 Prozent, 25 Basispunkte höher als am Freitag. Damit liegen sie auf einem Niveau, auf dem Staaten wie Irland und Portugal unter den Euro-Rettungsschrim geschlüpft waren.

   Italienische Renditen steigen um 13 Basispunkte auf 6,03 Prozent. "Sollte Spanien der Zugang zu den Finanzmärkten versperrt sein, besteht diese Gefahr auch für Italien", sagt Chris Iggo, Chief Investment Officer für Fixed Income Produkte bei AXA Investment. Die Renditen der als Fluchthäfen geltenden deutschen und französischen Festverzinslichen zeigen sich unverändert. Griechische Schuldtitel mit 10 Jahren Laufzeit werfen 24,83 Prozent ab, das sind 82 Basispunkte weniger als am Freitag.

   Die Börsen in Madrid und Italien haben inzwischen deutlich ins Minus abgedreht und verlieren jeweils etwa 2 Prozent. In Athen schnellt der Index dagegen um 5,6 Prozent nach oben, er lag allerdings auch schon mit über 8 Prozent im Plus. Angesichts des wahrscheinlichen Verbleibs der Hellenen im Gemeinsamen Währungsgebiet und des damit ausbleibenden Ansturms der Kunden auf die Einlagen, ziehen dabei die Kurse der Bankenaktien besonders stark an.

   Nach dem Urnengang vom Sonntag verfügen die konservative Nea Dimokratia und die sozialdemokratische PASOK über eine Mehrheit der Sitze im Athener Parlament. Beide Parteien hatten das Hilfspaket von EU, EZB und IWF gegen drastische Sparmaßnahmen ausgehandelt und wollen auch künftig eine Politik der Konsolidierung der maroden Staatsfinanzen betreiben - wenn auch unter gelockerten Konditionen. Im Markt reißen die warnenden und skeptischen Stimmen dessen ungeachtet nicht ab.

   Das aus Marktsicht günstige Wahlergebnis könnte dazu führen, dass der Druck auf die europäischen Staatschefs nachlässt, eine dauerhafte Lösung für die Schuldenkrise zu finden, lautet ein Spekulationsstrang. Daneben wird auf die Probleme der spanischen Banken mit deren Kapitalausstattung verwiesen. Solange diese nicht gelöst seien, gebe es auch keine Entwarnung. Untermauert werden derlei Sorgen von den jüngsten Daten zu den faulen Krediten der Banken im April. Demnach haben diese mit einem Anteil von 8,72 Prozent an allen Krediten einen Rekordwert erreicht.

   Nach dem von Spanien bei der EU beantragten Hilfspaket für die Banken des Landes in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro sehen viele Marktakteure Spanien selbst in seiner Refinanzierungsfähigkeit gefährdet, da mit den Finanzhilfen auch der Schuldenstand des Staates deutlich ansteigt. Analysten zufolge könnte er bis Ende 2013 rund 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen.

   Kontakt zum Autor: Steffen.Gosenheimer@dowjones.com , Dow Jones Newswires

Bildquellen: istocks/Aleksandar Nakic

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Kommentare zu diesem Artikel

belfegore schrieb:
18.06.2012 12:41:46

..! die Wahrheit duldet keinen Widerspruch !

belfegore schrieb:
18.06.2012 12:39:11

...schlesslich haben wir den Krieg verloren. 2014 war übrigens das Jahr in dem GoldmanSachs mit einem Plus von 3641% Gewinn, Bilanzsu.1,46BillionenEU u.der Vorstand 248 MRD Dollar Gratifik. abschloss.

belfegore schrieb:
18.06.2012 12:32:06

!aus Marktsicht...Druck a.EU-Staatschefs nachlässt..! soll heissen: GR,IT,E,P machen weiter wie seit 50Jahren, FIN,D,FR zahlen weiter wie seit 50 Jahren.In FIN u. FR 2014 Revolution. In D zieht der Michel 2014 d.Zipfelmütze ins Gesicht,bläst das letzte Licht aus und denkt noch, nah schliesslich ha

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