19.12.2012 11:17
Bewerten
 (0)

Griechenland: Zehnjahresrendite auf niedrigstem Stand seit März 2011

Nach S&P-Rating
Griechische Staatsanleihen setzen ihren Aufwärtstrend ungebrochen fort.
Am Mittwoch legten die Kurse für Schuldtitel Athens weiter zu. Im Gegenzug fiel die Rendite - also die Kombination aus Nominalverzinsung und Kurswert - für zehnjährige Anleihen auf den tiefsten Stand seit März 2011. Im Tief lag sie bei knapp 12 Prozent. Im Sommer hatte sie mit 30 Prozent noch mehr als doppelt so hoch gelegen.

    Seit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Juli, alles für den Erhalt des Euro tun zu wollen, sind die Kurse griechischer Anleihen massiv gestiegen. Wie auch andere Krisenländer profitiert Athen von der Euro-Garantie der EZB. Anfang September hatte die Notenbank ein unbegrenztes Kaufprogramm für Staatsanleihen aufgelegt, soweit sich die entsprechenden Länder gegenüber dem Rettungsfonds ESM zu Reformen und Sparmaßnahmen verpflichten. Darüber hinaus haben die Euro-Partner Griechenlands kaum einen Zweifel darüber aufkommen lassen, Athen im Euroraum halten zu wollen.

    Die jüngste Entwicklung könnte auch von einem Urteil der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) begünstigt worden sein. S&P hatte am Dienstagabend die Bonität Griechenlands gleich um mehrere Stufen auf "B-" erhöht. Als Gründe nannte die Agentur das Bekenntnis der Euroländer zu Griechenland und die Verpflichtung Athens zu fiskalischen und strukturellen Anpassungen.

ATHEN/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Chubykin Arkady / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen markant höher -- S&P stuft Kreditwürdigkeit der EU herab -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- LEONI, Deutsche Bank im Fokus

Osram-Finanzvorstand macht Rückzug wahr. Telekom baut Vorstand um. Mondelez interessiert sich für Hershey. Störungen im Vodafone-Kabelnetz. Britischer Notenbankchef signalisiert geldpolitische Lockerung. Auch in Spanien Razzia bei Google. Der Brexit wird die Briten wohl Milliarden kosten. JPMorgan: Schottland ist bis 2019 unabhängig und hat eine eigene Währung.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?