15.06.2013 10:00

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Sanha: Rendite dank Bauboom



Sanha: Rendite dank Bauboom
Unternehmensanleihe: Der Rohrteilehersteller Sanha sammelte 25 Millionen Euro ein. Das Geld soll vor allem in Maschinen investiert werden, um das Wachstum und die Expansion ins Ausland voranzutreiben.

von Astrid Zehbe, Euro am Sonntag

Dass Mittelstandsanleihen angesichts des Niedrigzins­um­felds noch immer gefragt sind, war Ende Mai bei einer neuen Anleihe des Essener Familienunternehmens Sanha zu beobachten. Innerhalb weniger Stunden sammelte der Rohrspezialist 25 Millionen Euro ein und übertraf damit die eigenen Erwartungen.

Die Firma, die in 40 Ländern aktiv ist, bietet hauptsächlich Verbindungsstücke für die Bereiche Heizungs- und Klimatechnik an. Auch in Sanitäranlagen werden die Produkte eingesetzt. Das Unternehmen profitiert von der starken Baukonjunktur in Deutschland. Auch die gestiegenen Ansprüche an energieeffiziente und sichere Gebäude fördert die Nachfrage. Entsprechend positiv haben sich die Geschäftszahlen in den vergangenen Jahren entwickelt. Durch zusätzliche Aufträge und Kosteneinsparungen hat sich der Umsatz von 103 auf 120 Millionen Euro erhöht. Der um Steuern und Zinsen bereinigte Gewinn (Ebit) ist von 5,04 auf 6,29 Millionen Euro gestiegen. Für die Geschäftsjahre 2013 bis 2015 rechnet Sanha mit einem Wachstum von 2,6 Prozent pro Jahr.

Das Geld will das Unternehmen vor allem in die weitere Expansion im Ausland stecken. Investiert werden soll in neue technische Anlagen und Maschinen, die die Produktion effizienter machen. Ein Viertel des Geldes wird aber genutzt, um den offenen Restbetrag einer Kartellstrafe aus dem Jahr 2001 zu begleichen — insgesamt 6,5 Millionen Euro.

Die Ratingagentur Creditreform bewertet die Kreditwürdigkeit mit „BB+“ und bescheinigt Sanha bei einer Fremdkapitalquote von 80 Prozent eine befriedigende Bonität mit mittlerem Ausfallrisiko.
ISIN: DE000A1TNA70

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