10.01.2013 11:53
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Spanien begibt problemlos erste Anleihe mit Umschuldungsklauseln

DRUCKEN
    MADRID (dpa-AFX) - Das krisengeschwächte Euroland Spanien hat am Donnerstag problemlos eine erste Staatsanleihe mit sogenannten Umschuldungsklauseln begeben. Zusammen mit der Aufstockung zweier bestehender Anleihen nahm das Land insgesamt 5,8 Milliarden Euro auf, wie die nationale Schuldenagentur in Madrid mitteilte. Das waren 800 Millionen Euro mehr als maximal anvisiert. Die Nachfrage nach den Anleihen mit Fälligkeiten 2015, 2018 und 2026 war hoch. Die Renditen gingen im Vergleich zu vorherigen Auktionen spürbar zurück. Dies entspricht der Entwicklung am Sekundärmarkt, wo umlaufende Schuldtitel gehandelt werden.

 

    Bei der zweijährigen Anleihe wurden erstmalig Umschuldungsklauseln verwendet. Diese "Collective Action Clauses" (CAC) sind mit Beginn dieses Jahres verpflichtend für alle neuen staatlichen Schuldtitel im Euroraum, soweit ihre Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt. Sie sehen verbindliche Regeln für den Fall vor, dass ein Land seinen Schuldendienst nicht mehr bedienen kann. Hintergrund sind die schweren Verwerfungen an einigen Anleihemärkte des Währungsraums in den vergangenen Jahren.

 

ANLEGER GREIFEN ZU - MÄRKTE REAGIEREN POSITIV

 

    Weil im Vorfeld nicht klar war, wie die Anleger auf die neuen Klauseln reagieren werden, war die Versteigerung mit Spannung erwartet worden. Die Auktion verlief jedoch ohne Probleme. Die durchschnittliche Rendite der neuen zweijährigen Anleihe lag bei 2,48 Prozent. Das war weniger als Beobachter erwartet hatten. Die Staatsanleihe mit Fälligkeit 2018 sank im Vergleich zu einer Versteigerung im November um etwa 0,7 Prozentpunkte auf knapp vier Prozent. Bei dem Papier mit Fälligkeit 2026 ist ein Renditevergleich nicht angebracht, weil die letzte Auktion zu lange zurückliegt.

 

    An den Finanzmärkten wurden die Auktionsergebnisse positiv aufgenommen. Der Euro legte um einen halben Cent zu und stieg knapp über 1,31 Dollar. Auch die Aktienmärkte reagierten mit Aufschlägen. Sichere Anlagen wie Bundesanleihen wurden im Gegenzug belastet. Am spanischen Rentenmarkt gingen die Risikoaufschläge zu deutschen Staatsanleihen spürbar zurück.

 

HINTERGRUND

 

    Spanien gilt derzeit als heißer Anwärter auf ein umfassendes Hilfsprogramm seiner europäischen Partnerstaaten. Bereits geflossen sind Finanzhilfen über knapp 40 Milliarden Euro, mit denen die spanischen Banken rekapitalisiert werden sollen. Ob sich auch der Staat unter den Rettungsschirm ESM flüchten wird, ist nach wie vor ungewiss. Spanien steht in diesem Jahr vor großen wirtschaftlichen und fiskalischen Herausforderungen. Das Land muss trotz Rezession und rekordhoher Arbeitslosigkeit seine Wirtschaft reformieren und sparen. Zugleich fällt der Refinanzierungsbedarf des Landes höher als im vergangenen Jahr aus./bgf/jsl/stb

 

Heute im Fokus

DAX rutscht zum Wochenende unter 13.000 -- US-Börsen mit neuen Rekorden -- Daimler meldet operativen Gewinneinbruch -- Bitcoin klettert über 6.000 Dollar-Marke -- PayPal, Atlassian, Apple im Fokus

Evotec-Aktie bricht ein: Lakewood erhöht Leerverkaufsposition. Siemens Gamesa greift nach Gewinnwarnung durch. EU-Mitarbeiter untersuchen BMW-Büros wegen Kartellverdachts. General Electric verfehlt Gewinnerwartungen. Software AG bleibt hinter Erwartungen zurück. Austausch der Aktiengattung der Linde AG im DAX.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Konjunktur/Wirtschaft
15:00 Uhr
Termine: EZB-Sitzung am Donnerstag
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Siemens AG723610
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750