12.12.2012 19:55
Bewerten
(0)

ROUNDUP: US-Notenbank beschließt neue Käufe von Staatsanleihen

DRUCKEN
    WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank (Fed) wird ihre Geldpolitik noch weiter lockern um die Konjunktur zu stützen. Ab Januar werde die Fed jeden Monat für 45 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen kaufen, teilte der geldpolitische Ausschuss (FOMC) am Mittwoch in Washington mit. Zudem will die Fed ihre Niedrigzinspolitik solange fortsetzen, bis die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent fällt.

 

    Mit dem neuen Programm steigen die regelmäßigen monatlichen Anleihekäufe auf 85 Milliarden Dollar. Die Käufe sollen solange fortgesetzt werden, bis der Arbeitsmarkt sich "substanziell" erholt hat. Bereits jetzt kauft die Fed monatlich hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortage Backed Securites, MBS) im Wert von 40 Milliarden US-Dollar. Dieses Programm soll fortgeführt werden. Zudem ersetzt die US-Notenbank weiter auslaufende Staatsanleihen aus den bisher getätigten Käufen. Mit dem neuen Programm wird ein auslaufendes Anleihetauschprogramm (Operation Twist) abgelöst. In der 2011 aufgelegten Aktion kauft die Fed kurzfristig fällige Anleihen auf und tauscht sie gegen langlaufende Papiere um, um auf diese Weise langfristig Zinsen zu drücken.

 

LEITZINS AN DIE ARBEITSLOSENQUOTE GEKOPPELT

 

    Der US-Leitzins wurde am Mittwoch in der Spanne von null bis 0,25 Prozent belassen. Er soll "außergewöhnlich niedrig" bleiben, solange die Arbeitslosenquote über der Marke von 6,5 Prozent liegt und die Inflationsrate auf Sicht von einem bis zwei Jahren unter der Marke von 2,5 Prozent erwartet wird. Damit orientiert sich die US-Notenbank erstmals an einer bestimmten Arbeitslosenquote. Derzeit liegt die Quote bei 7,7 Prozent. Bisher hatte die Fed versprochen den Leitzins bis Mitte 2015 auf "außergewöhnlich niedrigem" Niveau zu belassen. Die neuen Vorgaben stehen aber nach Einschätzung der US-Notenbank mit den bisherigen zeitlichen Vorgaben im Einklang.

 

    Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung beschreibt die Fed zurückhaltend. So hätten sich die wirtschaftliche Aktivität und der Arbeitsmarkt in den vergangen Monaten nur moderat erholt. Die Arbeitslosenquote sei zwar zurückgekommen aber weiter auf hohem Niveau. Die Inflationserwartungen blieben stabil. Die Fed fürchtet jedoch, dass ohne eine ausreichende Lockerung der Geldpolitik, dass Wirtschaftswachstum nicht stark genug ist, um die Arbeitslosigkeit ausreichend zu senken.   

 

ENTSCHEIDUNGEN NICHT UNUMSTRITTEN

 

    Die Entscheidungen waren im geldpolitischen Ausschuss nicht unumstritten. Jeffrey Lacker stimmte gegen das neue Kaufprogramm und gegen die Bedingungen für die Leitzinspolitik. Lacker ist Chef der regionalen Notenbank von Richmond.

 

    Die US-Börsen haben am Mittwoch weiter Auftrieb erhalten. Der Eurokurs (Dollarkurs) stieg auf ein Tageshoch von 1,3097 US-Dollar./jsl/she

 

Heute im Fokus

DAX schließt über 13.000er-Marke -- Dow Jones endet leichter -- Warum fällt Ethereum? -- Desolate Lage von Air Berlin schlimmer als gedacht -- Toshiba, BMW, Infineon, Alno im Fokus

Tesla will Fabrik in China bauen. Boeing zurrt Milliardenauftrag von Singapore Airlines fest. Gericht will weiter gegen Vorstandschef Kengeter ermitteln. Rocket Internet: Daten zum HelloFresh-IPO enttäuschen. Bitcoin-Hedgefonds: Darum ist uns der Preis völlig egal und wir verdienen trotzdem viel Geld.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 42: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Glauben Sie dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
GeelyA0CACX
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
Bitcoin Group SEA1TNV9
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Allianz840400
Nordex AGA0D655
Amazon906866