23.02.2013 10:02
Bewerten
 (0)

Moody's nimmt Großbritannien Top-Bonität weg

Rating gesenkt: Moody's nimmt Großbritannien Top-Bonität weg | Nachricht | finanzen.net
Rating gesenkt

Die Ratingagentur Moody's hat Großbritannien die Top-Bonität AAA entzogen und das Land auf AA1 herabgestuft.

Ursache seien die schwache Konjunktur und die steigende Verschuldung, teilte Moody's am Freitagabend in London mit. Die mittelfristige Wachstumserwartung in Großbritannien sei "schleppend", heißt in der Mitteilung von Moody's.

Auch die anderen beiden großen Ratingagenturen, Standard & Poors und Fitch, haben die drittgrößte Volkswirtschaft der EU seit geraumer Zeit auf einem negativen Ausblick. Im vergangenen November hatte Moody's bereits Frankreich die Bestnote in Sachen Kreditwürdigkeit entzogen. Deutschland genießt weiterhin Top-Bonität.

'DEUTLICHE ERINNERUNG'

Der britische Finanzminister George Osborne sagte in einer ersten Reaktion am Freitagabend, die Aktion der Ratingagentur sei ein "deutliche Erinnerung daran, welch ein Schuldenproblem unser Land hat". Großbritannien steckt seit der Finanzkrise 2008 tief in der Schuldenfalle. Das Land ist nach internationalen Statistiken mit 86 Prozent des Bruttoinlandsproduktes verschuldet. Osborne hatte bereits

in seinem Herbststatement im Dezember bekannt, dass der Schuldenabbau mangels Wachstum nicht vor dem Haushaltsjahr 2015/2016 gelingen könne.

Die 2010 angetretene Regierung von Premierminister David Cameron hatte versucht, die Neuverschuldung mit massiven Haushaltskürzungen in den Griff zu bekommen. Das Konzept ging bisher jedoch nicht auf. Experten gehen davon aus, dass das Haushaltsdefizit von zuletzt knapp sieben Prozent 2013 wieder steigen wird. Die Regierung hatte sich etwas Linderung von der Versteigerung von 4G-Mobilfunklizenzen versprochen. Die Auktion spülte Mitte der Woche aber 1,2 Milliarden Pfund weniger in die Staatskasse, als erhofft.

Der Kurs des britischen Pfundes ist seit Monaten auf Talfahrt, sowohl im Vergleich zum Euro als auch zum US-Dollar. Die britische Notenbank hatte vor kurzem erklärt, die Inflation werde in den nächsten Jahren nicht auf die Zielmarke von zwei Prozent zu drücken sein und eher bei drei Prozent liegen.

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Samot / Shutterstock.com, Luke Rajchert / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX leichter -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Commerzbank will im Firmenkundengeschäft angreifen -- Fondsmanager erwartet weiteren Einbruch der Ölpreise -- Apple, Samsung im Fokus

Warren Buffett greift erneut in Deutschlands Mittelstand zu. Allianz hat offenbar Interesse an Generali. Deutsche Telekom will Euro-Anleihe begeben. Knorr-Bremse will in 5 Jahren 10 Milliarden Umsatz machen. Merck-Aktie schwach: Umsatzstagnation bei Krebsmittel Erbitux erwartet. Goldman Sachs-Analyse - VW-Aktie ein Kauf.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Am Freitag wurde Donald Trump in das Amt des US-Präsidenten eingeführt. Wsas halten Sie von dem Republikaner?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Commerzbank CBK100
Allianz 840400
E.ON SE ENAG99
BASF BASF11
Apple Inc. 865985
Deutsche Telekom AG 555750
Scout24 AG A12DM8
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
BMW AG 519000
Siemens AG 723610
Facebook Inc. A1JWVX
Nestle SA A0Q4DC