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13.08.2012 15:59

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RIESEN-ANLEIHEAUKTION

Griechenland zieht vor drohender Staatspleite letzte Register


Griechenland ist auf gutem Weg, der drohenden Staatspleite ein weiteres Mal zu entkommen. Jetzt soll ein ungewöhnlich hohes Emissionsvolumen bei der Auktion von 13-wöchigen Schatzwechseln Athen zu schnellem Geld verhelfen.

Trotz leerer Kassen deutet alles darauf hin, dass die Griechen die nötigen Gelder zusammenhaben werden, wenn sie am 20. August Anleihen in Milliardenhöhe ablösen müssen. Am Dienstag wird das schuldenüberfrachtete und in einer tiefen Rezession steckende Land dazu ein ungewöhnlich hohes Emissionsvolumen bei der Auktion von 13-wöchigen Schatzwechseln anbieten. Benötigt werden die Mittel auch zur Überbrückung des Zeitraums bis zur nächsten Geldspritze der internationalen Geldgeber.

   Insgesamt 3,1 Milliarden Euro werden am 20. August zur Rückzahlung fällig, zuzüglich gut 600 Millionen Zinsen, wie die Experten von RBC Capital Markets ermittelt haben. Der Großteil der Papiere ist im Besitz der Europäischen Zentralbank (EZB). Bis zu 5 Milliarden Euro könnte die Auktion am Dienstag einbringen. Marktexperten erwarten ungeachtet der prekären Finanzlage Griechenlands keine Nachfrageprobleme nach den kurzfristigen Papieren, da sie von der EZB als Sicherheiten für Notkredite akzeptiert werden. Insbesondere griechische Banken dürften daher bereitwillig zugreifen, um sich den Zugriff zu diesen EZB-Mitteln offenzuhalten.

   Angekündigt ist von der griechischen Finanzagentur zwar nur ein Emissionsvolumen von 3,125 Milliarden Euro, sollte die in zwei Runden auf Nichtwettbewerbsbasis stattfindende Auktion allerdings bis zum maximal erlaubten Volumen durchgezogen werden, könnten 5 Milliarden Euro zusammenkommen. Erst in der vergangenen Woche hatte sich Griechenland 1 Milliarde Euro mit einer Laufzeit von 26 Wochen in einer Versteigerung verschafft, die ursprünglich über lediglich 625 Millionen Euro avisiert war.

   Andere Möglichkeiten, als die Emissionsvolumen aufzustocken hat Griechenland praktisch nicht mehr, nachdem die internationalen Geldgeber einen weiteren Überbrückungskredit abgelehnt haben bis zur Auszahlung der zweiten Tranche von gut 31 Milliarden Euro aus dem Hilfeprogramm des IWF und des Euro-Schutzschirmes EFSF. Diese war eigentlich im August fällig, wurde aber auf Eis gelegt, da die Griechen die dafür geforderten Auflagen nicht erfüllt hatten. Nun dürften die EU-Gremien am 8. Oktober wieder über die Freigabe der Gelder beraten.

   Griechenland befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Troika aus Europäischer Union, IWF und EZB über die Umsetzung eines weiteren Sparprogramms über 11,5 Milliarden Euro, die Vorbedingung sind für die Freigabe der zweiten Hilfstranche.

   Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com  DJG/DJN/gos   (END) Dow Jones Newswires  August 13, 2012 04:51 ET (08:51 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 51 AM EDT 08-13-12

Von Emese Bartha

Bildquellen: Malgorzata Kistryn / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Floater schrieb:
13.08.2012 18:07:48

Und eine weitere Aufstockung der griechischen Schulden gegenueber der EZB von 3,8 auf 5 Mrd. Euro. Auch die sind doch verloren! Ich verlange, dass das Griechenspiel endlich abgepfiffen wird!

Großwildjäger schrieb:
13.08.2012 16:19:30

...und was ist in 13 Wochen?
Dann müssen sie es mit Zinsen zurückzahlen.
Klar, denen steht das Wasser bis zum Hals, aber mit Geld ausleihen kann man Schulden nicht los werden.

Credit Default Swap schrieb:
Wertung: 1/5

13.08.2012 11:05:09

was ham se gemacht? en kredit gekriegt weil se im jahr 2046 evtl. einen ausgeglichenen haushalt vorweisen könnten?! es wird zur lachnummer, vorallem wenn man sieht das 1/4 des schwarzgeldes der deutschen die krise wegkaufen könnte!

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