29.07.2012 15:12
Bewerten
(2)

Rösler: Kauf von Staatsanleihen kann Eurokrise nicht lösen

    OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Der Kauf von Anleihen schwächelnder Eurostaaten durch die Europäische Zentralbank (EZB) kann nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministe r Philipp Rösler (FDP) die Krise nicht dauerhaft lösen. "Neues Vertrauen in der Eurozone schaffen wir nur dann, wenn die Haushaltsdisziplin konsequent eingehalten wird und Strukturreformen entschlossen umgesetzt werden", sagte Rösler der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Die EZB müsse unabhängig bleiben. "Die Wahrung der Geldwertstabilität muss die zentrale Aufgabe der EZB sein, nicht die Finanzierung von Staatsschulden."

 

    Am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi die Entschlossenheit der Notenbank im Kampf gegen die Krise betont. Draghis Äußerungen wurden auch als Signal gewertet, dass die EZB ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen der Euro-Krisenländer wieder aufnehmen könnte.

 

'BITTE KEINE AUSFLÜCHTE MEHR!'

 

    Den Vorwurf des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras, wonach dessen Arbeit durch Röslers Kritik untergraben werde, wies der Minister zurück. "Bitte keine Ausflüchte mehr! Er kann uns alle ja gern von Arbeitsergebnissen überzeugen, indem er die vereinbarten Reformen zum Beispiel in der Verwaltung und beim Aufbau einer effizienten Steuerbehörde konsequent umsetzt", sagte Rösler der Zeitung. "In meinem Ministerium haben wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass die griechische Regierung wenig verwirklicht hat." Rösler hatte gesagt, ein Austritt Griechenlands aus dem Euroland sei kein Schreckensszenario mehr.

 

    Die Wirkung von Ratingagenturen auf dem Markt nimmt nach Einschätzung Röslers deutlich ab. "Es hat sich gezeigt: Sie wissen zu wenig, sie sehen nicht alles und oft auch noch einseitig, sie helfen nicht ausreichend. Dass die drei großen US-Rating-Agenturen wie Götter in Nadelstreifen angesehen werden, das ist vorbei." Moody's hatte in den vergangenen Tagen in einem Rundumschlag angekündigt, die Top-Bonität Deutschlands sowie die Ratings mehrerer Bundesländer und deutscher Banken unter die Lupe zu nehmen. Neben Moody's zählen Fitch und Standard & Poor's zu den großen Drei der Branche./sba/DP/he

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- Dow Jones am Ende nahezu unverändert -- Takata-Aktie im freien Fall: Insolvenzantrag steht kurz bevor -- AURELIUS verspricht mehr Transparenz -- METRO, Oracle im Fokus

Übernahmeziel Pfeiffer Vacuum kauft in den USA selbst zu. Tesla überholt BMW. E-Autos: Mit diesen sechs Aktien sind Anleger für die Zukunft der Mobilität gerüstet. Interpol fahndet wohl nach VW-Managern wegen Dieselbetrugs. Ölpreise nach jüngstem Preissturz etwas gestiegen. EU genehmigt Evonik Übernahme von Huber Silica. Apple will Musikkonzernen offenbar weniger zahlen. Kepler hält E.ON für zu teuer und rät zum Verkauf.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?
KW 24: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 24: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
AURELIUSA0JK2A
TeslaA1CX3T
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
Allianz840400