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25.01.2013 10:06

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SCHULDENSCHNITT BEI ANLEIHEN

SolarWorld stürzt nach Hiobsbotschaft ab - Umschuldung droht

Solarworld zu myNews hinzufügen Was ist das?


Gehen bei SolarWorld bald die Lichter aus? Die Krise in der Solarbranche bringt das einstige Vorzeigeunternehmen finanziell immer stärker in Bedrängnis.

Gläubigern droht nun der Schuldenschnitt. Wie SolarWorld am Donnerstagabend mitteilte, stehen "gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegeben Anleihen und Schuldscheindarlehen" an. Die Aktie stürzte zeitweise um ein Viertel ab. Experten glauben kaum an eine erfolgreiche Rettung.

    SolarWorld selbst spricht aber von einer "positiven Fortführungsprognose". Für weitere Rückfragen war das Unternehmen zunächst nicht zu erreichen. Ende September hatte SolarWorld eigenen Angaben zufolge langfristige Schulden in Höhe von 1,04 Milliarden Euro. Darunter 543 Millionen Euro in Anleihen und 354,2 Millionen Euro in Schuldscheinen. Die von einem möglichen Schuldenschnitt betroffenen Anleihen schmierten am Freitagmorgen weiter ab. Sie notierten an der Börse in Stuttgart nur noch bei rund einem Viertel ihres Nennwerts.

 EXPERTEN: SCHLECHTE AUSSICHTEN FÜR UMSCHULDUNG

 Die erforderliche finanzielle Restrukturierung und notwendige Maßnahmen operativer Art dürften aber wohl im Interesse aller umgesetzt werden können, daher bestehe eine "positive Fortführungsprognose" für das Unternehmen, hieß es in der Pflichtmitteilung weiter. Der Vorstand prüfe laufend diese Prognose und werde "zielführende Gespräche" einleiten.

   "Nach den gegenwärtigen Finanzkennziffern müssten die bereits begebenen Anleihen durch eine neue Anleihe refinanziert werden. Dies ist weder angesichts des Marktumfelds noch aufgrund der dann nötigen höheren Verzinsung möglich", sagte Wolfgang Hummel, Experte beim Zentrum für Solarmarktforschung. Ein Gläubigerverzicht stehe wohl an.

 PEST ODER CHOLERA

     DZ-Analyst Sven Kürten sagte, dass eine ernsthafte Umschuldung höchstwahrscheinlich zu Lasten der Aktionäre gehe - wie auch bei anderen Fällen aus der Branche. Im vergangenen Jahr war die Branche von zahlreichen Insolvenzen wie etwa von Hanwha QCells und Solon durchgeschüttelt worden. Bei Q-Cells fing die Agonie, die in der Insolvenz endete, mit einer Umschuldung bei den Anleihen an.

 Wenn die Zinslast nicht mehr bedient werden kann, sei die Umschuldung häufig der 1. Schritt, sagte Jürgen Kurz, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). "Wenn es nicht gelingt, die laufenden Kosten zu senken, ist die Zahlungsunfähigkeit oft nicht mehr weit. Zuerst wird dann meist den Anleihegläubiger die Pistole auf die Brust gesetzt. Sie haben dann die Wahl zwischen Pest oder Cholera."

 TIEFROTE ZAHLEN - SPARPROGRAMM AUSGEWEITET

   Wegen des Preisverfalls war das Unternehmen im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Verlust von rund 69 Millionen Euro erlitten. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen deutlich sinkenden Umsatz sowie einen hohen operativen Verlust.

   Um gegenzusteuern hatte SolarWorld angekündigt, sein Sparprogramm auszuweiten. Die Jahreszahlen will das Bonner Unternehmen am 21. März vorlegen. Auch der schwäbische Traditionskonzern Bosch hat in seiner jungen Solarsparte vergangenes Jahr einen Milliardenverlust verkraften müssen. Die von 2008 an teuer aufgebaute Sparte brachte dem weltgrößten Autozulieferer allein im abgelaufenen Jahr gut eine Milliarde Euro Verlust.

   Als Schuldige für die Misere der Branche hat SolarWorld Vorstandschef Frank Asbeck seit langem die Konkurrenz aus China ausgemacht. "Derzeit können auch diejenigen Solarhersteller nicht profitabel sein, die ihre Kosten gut im Griff haben", schrieb Asbeck im November. "Dumping und unzulässige Subventionen haben die nachhaltig gewachsene Solarindustrie massiv geschädigt und in Teilen sogar zerstört." Asbeck hält derzeit nach Angaben des Unternehmens noch knapp 28 Prozent.

BONN (dpa-AFX)

Solarpleiten: Diese Firmen haben die Krise nicht überlebt:

 

Platz 11: Solon

Solon wurde 1996 gegründet und galt schnell als Berlins Vorzeigefirma. Ende 2011 dann das Ende: Die Aktie stürzte massiv ab, als der Konzern Insolvenz anmeldete. Im März wurde der Konzern durch den indischen Konkurrenten Microsol übernommen.

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Kommentare zu diesem Artikel

vgr schrieb:
25.01.2013 09:05:35

Das Ergebnis egoistischer Politik! Erst sonnt man sich im Erfolg und mach unsinnige Gelder locker - und wenn die Stimmung sich dreht und man keine Wähler-Stimmen mehr damit abgreifen kann, lässt man ganze Branchen fallen wie eine heiße Kartoffel!

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